Tigst Assefa quälte sich beim Berlin-Marathon mit letzter Kraft ins Ziel und zum Sieg. Nachdem sie humpelnd die Ziellinie überquert hatte, brach sie zusammen und begann vor Schmerzen zu weinen. Assefa war auf der Strecke lange auf Weltrekordkurs, ehe zwei Kilometer vor dem Ziel ihre Verletzungsprobleme zu groß wurden.
Die letzten 2000 Meter humpelte sie und erreichte das Ziel mit einer Zeit von 2:11:04 Stunden. Am Tag nach dem Lauf ist klar: Assefa hat sich während des Laufs die Achillessehne gerissen. Dies bestätigte ihr Manager Gianni Demadonna gegenüber RTL und Sky.
Assefa ging direkt hinter der Ziellinie zu Boden„Ab Kilometer 31 fingen die Schmerzen an, ab dem 40. Kilometer wurden sie dann sehr stark. Es ist unglaublich, wie sie mit dieser Verletzung und diesen Schmerzen überhaupt weitergelaufen ist und das Rennen gewonnen hat“, sagte Demadonna. Die Äthiopierin musste wegen der schweren Verletzung für die Siegerehrung und die Pressekonferenz absagen. Sie wurde direkt für Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht.
Assefa fällt mindestens sechs Monate aus
Assefa postete noch am Sonntagabend ein Foto aus einer Privatmaschine, auf dem sie einen medizinischen Spezialschuh trägt. Nach dem Drama ist die Äthiopierin am Montagvormittag in der Unfallklinik Murnau an der Achillessehne operiert worden. „Wir müssen jetzt abwarten, wie die OP gelaufen ist“, sagte Demadonna. Sie werde sicherlich sechs Wochen nicht laufen können und eine Schiene tragen müssen. Der Manager rechnet mit einer Pause von mindestens sechs bis sieben Monaten: „Vielleicht ist sie bis zum London-Marathon wieder fit.“ Dieser findet im kommenden April statt.
Trotz des Achillessehnenrisses lief Assefa die drittschnellste Frauen-Marathon-Zeit der GeschichteDie Olympia-Zweite von Paris und WM-Zweite von Tokio blieb über die prestigeträchtige Distanz von 42,195 Kilometern nur 1:08 Minuten über dem Weltrekord und lief die drittschnellste Marathon-Zeit bei den Frauen in der Geschichte.
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