Es ist eine große Vision, in Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier „ein historisches Ziel“, das an diesem Samstag etwa 600 Menschen im Kurhaus von Baden-Baden zusammengebracht hat und etliche vor die Bildschirme gelockt hat. „Wir wollen Olympische und Paralympische Spiele. Wir wollen sie endlich wieder nach Deutschland holen, und zum ersten Mal überhaupt in unser wiedervereintes Land“, sagt Steinmeier. „Ich freue mich sehr, dass wir uns heute Nachmittag so richtig auf den Weg machen, gemeinsam auf den Weg machen, um dieses Ziel zu erreichen.“
Es ist 14:42 Uhr, als der Bundespräsident an der Seite von DOSB-Chef Thomas Weikert auf einen Zettel blickt und kurz danach feierlich verkündet, was wegweisend sein wird: Mit welchem Bewerber geht Deutschland in das internationale Rennen um die Austragung der Spiele? Siegt der vermeintlich leichte Favorit München – oder KölnRheinRuhr? Ein Kopf-an-Kopf-Rennen war erwartet worden, das Ergebnis schien unerwartet offen. „Sieger ist: München“, verkündet Steinmeier dann.
Damit wird sich die bayerische Hauptstadt um die Austragung der Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben. „Die Spiele können Deutschland verändern“, sagt Paralympics-Sieger Niko Kappel in Baden-Baden, „aber Deutschland kann auch die Spiele verändern.“
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