Der Schalker Mittelfeldspieler Soufiane El-Faouzi hat sich offenbar endgültig für die marokkanische Nationalmannschaft entschieden. Der 24-Jährige, der die deutsche und die marokkanische Staatsangehörigkeit besitzt, steht in Marokkos Aufgebot für die Qualifikationsspiele zum Afrika-Cup.
Im Mai hatte El-Faouzi bereits im Test gegen Burundi (5:0) für Marokko gespielt, war für die Weltmeisterschaft jedoch nicht berücksichtigt worden.
Kommt der gebürtige Siegener gegen Gabun (25. September) oder Lesotho (29. September) zum Einsatz, wäre ein späterer Wechsel zur deutschen Nationalmannschaft ausgeschlossen. Vor der DFB-Kadernominierung von Jürgen Klopp war El-Faouzi als möglicher Überraschungskandidat gehandelt worden. Seit seinem Wechsel zum FC Schalke im Sommer 2025 hat er sich zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft entwickelt.
Ärger um Younes Ebnoutalib
Einer, der hingegen zu den Neulingen in Klopps Kader zählt, ist Younes Ebnoutalib. Der Stürmer von Eintracht Frankfurt ist eine der riesigen Überraschungen im Aufgebot des neuen Bundestrainers. Das allerdings machte den marokkanischen Verband richtig sauer. Denn Ebnoutalib, dessen Vater Faissal in Marokko geboren ist, ist noch für beide Länder spielberechtigt. Entsprechend baggerten die Nordafrikaner um Trainer Mohamed Ouahbi (50) und die ganze Verbandsspitze zuletzt intensiv um Ebnoutalib. Und schienen gute Chancen zu haben.
Für Deutschland berufen: Younes EbnoutalibDenn bis vor ein paar Tagen hatte der Ex-Elversberger, der weder für Deutschland noch für Marokko U-Länderspiele absolvierte, eine DFB-Nominierung überhaupt nicht für möglich gehalten. Dann kam Klopp vor zwei Wochen zum persönlichen Besuch bei Eintracht vorbei und machte Ebnoutalib klar, dass er ihn unbedingt haben wolle. Und Ebnoutalib sagte als gebürtiger Frankfurter direkt zu.
„Ich habe mit ihm telefoniert und ihm das Projekt Marokko erläutert“, gibt Marokko-Trainer Ouabhi jetzt zu und verrät, dass sich Ebnoutalib eine Berufung verdient gehabt hätte. Dass es nun anders kommt, stößt den Marokkanern offenbar sauer auf. Oubhi stichelt: „Wir stehen auf Platz sechs der Weltrangliste und machen weiter.“ Deutschland steht gerade auf Platz zwölf der Welt.
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