Sie ließ die größten Reitturniere Deutschlands glänzen, steckte Millionen in den Sport und galt als Hoffnungsträgerin der Szene. Doch jetzt ist Sheikha Fatima Bint Hazza bin Zayed Al Nahyan (genaues Alter unbekannt) wie vom Erdboden verschluckt. Und der Reitsport in Deutschland hat ein Geldproblem.
Der Name ihres Gestüts Al Shiraaa zierte als Namenssponsor große Turniere wie das Hamburger Derby, das Turnier der Sieger in Münster und das Bundeschampionat in Warendorf. Seit Monaten warten diese Turnierveranstalter auf vertraglich zugesagte Sponsorengelder für 2026. Insgesamt geht es um hohe sechsstellige Beträge. Die Szene fragt sich: Wo steckt die Frau?
Warum sie abgetaucht ist, weiß offenbar niemand. Dafür gibt es viele Fragen: War das Millionen-Engagement nur das Hobby einer pferdebegeisterten Milliardärin? Gibt es finanzielle Probleme? Antworten fehlen.
Sogar die Botschaft wurde eingeschaltet
Dabei läuft der Betrieb von Al Shiraaa weiter. Pferde des Gestüts sind nach wie vor erfolgreich auf internationalen Turnieren unterwegs, die deutsche Zentrale in Münster arbeitet. Umso rätselhafter erscheint das Schweigen der Sponsorin.
Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender von Pferdesport Deutschland und zuständig für das Turnier in Warendorf, sagt zu BILD: „Die vereinbarten Zahlungen für 2026 sind bislang nicht eingegangen. Wir haben den jüngsten Staatsbesuch von Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan in Deutschland zum Anlass genommen, über verschiedene Wege den Kontakt zu ihr zu suchen. Dabei haben wir auch die Botschaft eingeschaltet. Leider konnten wir sie bisher noch nicht persönlich erreichen.“
Mohammed bin Zayed Al Nahyan mit Friedrich Merz beim Staatsbesuch in BerlinDer Herrscher von Abu Dhabi ist ihr Onkel und war letzte Woche auf Staatsbesuch in Berlin. Mit anderen Worten: Selbst über diplomatische Kanäle konnte bislang kein direkter Kontakt zur Großsponsorin hergestellt werden.
Die große Frage der Reitsport-Bosse bleibt deshalb offen: Wo ist die Frau mit dem vielen Geld nur hin?
Der Artikel wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, SPORT BILD, BILD) verfasst und zuerst in SPORT BILD veröffentlicht.
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