Wir müssen dringend über den Tabellenführer der Fußball-Bundesliga sprechen. Über den SC Freiburg nämlich. Der Klub steht in der aktuellen Bundesliga-Tabelle vor Borussia Dortmund und vor dem FC Bayern. Und er hat für die Zukunft die allerbesten Voraussetzungen.
Nachdem das Eigenkapital für das Geschäftsjahr 2024/25 offiziell mit 163,7 Millionen Euro angegeben wurde, hört man jetzt aus Klubkreisen, dass das Festgeldkonto nach dem Verkauf von Johan Manzambi (für 60 Millionen zu Aston Villa) inzwischen auf satte 200 (!) Millionen Euro angewachsen ist.
Deshalb muss bei Tabellenführer Freiburg endlich und ab sofort aufhören, dass wir über den Klub Sätze sagen wie diesen: „Toll, was die mit ihren beschränkten Möglichkeiten auf die Beine stellen.“ Oder: „Beeindruckend, wie so ein kleiner Verein in der Bundesliga mithalten kann.“
Es wird höchste Zeit, den SC Freiburg als das zu sehen, was er ist
Die Freiburger haben sich das jahrelang angehört und sind dann wieder unter dem Radar verschwunden, wo sie ungestört arbeiten können. In 35 Jahren hatten sie nur fünf Trainer. Andere schaffen das fast schon in einer einzigen Saison. Finanz-Geschäftsführer Oliver Leki und Sport-Geschäftsführer Jochen Saier wurden in dieser Zeit zum menschengewordenen Understatement.
Aber der SC Freiburg ist schon lange kein kleiner Klub mehr. Und er leidet schon gar nicht unter beschränkten Möglichkeiten. Im vergangenen Jahr schaffte es der Klub bis ins Finale der Europa League (0:3 gegen Aston Villa). Und jetzt steht er mit weißer Weste an der Tabellenspitze. Man ist kein Träumer, wenn man die Freiburger am Ende der Saison auf einem Champions-League-Platz sieht. Mit ihren 200 Millionen gehört ihnen die Zukunft.
Es wird höchste Zeit, dass die Bundesliga und die Fans den SC Freiburg als das sehen, was er ist: nicht mehr als einen kleinen Klub mit kleinen Erfolgen – sondern als einen großen, erfolgreichen Klub.
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