Am Rande des Formel-1-Rennens in Madrid hat es am Sonntag Protestaktionen gegen die Austragung des Grand Prix gegeben. Spanischen Medienberichten zufolge wurden elf Aktivisten, die aus Protest auf einen Baukran geklettert waren, festgenommen.
Laut dem Sender Telemadrid wollten sie auf dem Kran auf dem Messegelände ein Banner anbringen. Der Zeitung „Diario de Madrid“ zufolge soll es sich um ein Transparent der Umweltorganisation Greenpeace gehandelt haben.
Anwohner kritisieren Lärmbelästigung
Die Strecke „Madring“ wurde an der Messe in Madrid errichtet. Sie wird nach dem Grand Prix teilweise wieder zurückgebaut. Proteste gegen die Rückkehr der Motorsport-Königsklasse in die spanische Hauptstadt nach mehr vier Jahrzehnten gab es schon vorher. Anwohner kritisieren vor allem die Lärmbelastung und nutzten auch den Rennsonntag für friedliche Proteste vor der Strecke.
Der Bau der Strecke kostete dem Vernehmen nach rund 83 Millionen Euro. 110.000 Fans können dabei sein, die Kapazität soll aber noch ausgebaut werden. Madrid hat sich bei der Formel 1 einen Zehnjahresvertrag gesichert und erhofft sich vor allem einen Geldsegen durch hohe Einnahmen.
Weil der Kurs sehr schnell und auch eng ist sowie keine Auslaufflächen bietet, besteht eine erhöhte Unfallgefahr. Zudem ist auch noch offen, wie sich die Reifen über die Renndistanz von mehr als 300 Kilometern verhalten werden.
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