Auch nach dem holprigen Start des Hamburger SV in die Saison der Fußball-Bundesliga macht sich Trainer Merlin Polzin keine Gedanken um seinen neuen Vertrag. „Da muss sich keiner Sorgen machen um mich, um meine Gedanken oder um irgendwelche anderen Sachen, sondern wir haben die letzten Jahre hier was aufgebaut“, sagte Polzin vor dem Spiel am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) bei RB Leipzig.
Die seit dem 1. Juli amtierende neue Sportvorständin Kathleen Krüger habe sich „völlig berechtigt einen Eindruck verschafft, wie wir als Trainerteam arbeiten und was hier in den letzten Jahren passiert ist“. Es seien sehr gute Gespräche geführt worden. „Keine Sorge, keine Panik oder Unruhe“, fasste der 35-Jährige die Situation um seinen neuen Vertrag zusammen, „sondern alles zu seiner Zeit.“
Polzins erfolgreiche Bilanz
Polzins Vertrag läuft am Ende der Saison aus. Er war Ende 2024 vom Assistenz- zum Interims- und dann zum Cheftrainer aufgestiegen. Im Mai 2025 führte Polzin den HSV zurück in die erste Liga und hielt mit der Mannschaft in der vergangenen Saison souverän die Klasse.
Ähnlich wie im vergangenen Jahr misslang der Auftakt in diese Spielzeit mit einer ebenso neu formierten Mannschaft. Vor dem dritten Spieltag liegen die Hamburger mit null Punkten und 0:7 Toren am Tabellenende. Am vergangenen Sonntag gab es eine 0:5-Niederlage gegen den FSV Mainz 05.
„Natürlich nervt es, das ist ja völlig klar“, meinte Polzin. „Jetzt ist es einfach extrem wichtig. Wir wollen arbeiten, wir wollen uns in die Inhalte stürzen, wollen da total klar sein, sehr konsequent sein.“
Er ist hoffnungsfroh, dass es bald aufwärtsgeht. „Das, was ich tagtäglich mit der Mannschaft erfahre, wie sie arbeitet, wie sie sich für den HSV dann auch begeistert und sehr, sehr kritisch mit sich selbst war, das ist das, was mir einfach eine Zuversicht gibt, auch für die kommenden Aufgaben“, sagte er.
„Suchen keine Ausreden, keine Alibis“
Er wolle überhaupt nicht davon sprechen, „dass wir Zeit benötigen und dass das alles noch lange dauern wird“, meinte er weiter. „Wir suchen keine Ausreden, wir suchen keine Alibis, aber wir wissen, was wir für unseren Fußball brauchen, und das ist einfach, in die Verbindung zu investieren.“
Man müsse sich nur anschauen, welche Spieler schon in der Vergangenheit gemeinsam für den HSV auf dem Platz standen. „Das waren nicht allzu viele, und das ist dann auch ein Teil der Wahrheit“, betonte Polzin. Und trotzdem habe das 0:5 gegen die Mainzer „vielleicht dann auch noch mal ein Stück weit dazu beigetragen, dass wir realistisch sind“.
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