Auf der Jagd nach dem ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere hat Jessica Pegula bei den US Open zum dritten Mal in Serie das Halbfinale erreicht. Die 32-Jährige gewann im amerikanischen Viertelfinal-Duell gegen Emma Navarro 3:6, 6:4, 6:3 – ein Spiel, das auch ein Kampf zweier Milliarden-Erbinnen war und die Massen anzog: 24.000 Zuschauer verfolgten das Spiel im Arthur Ashe Stadium.
„Der Sieg bedeutet mir alles. Es war sehr schwer, physisch, sehr schwül“, sagte Pegula über den Viertelfinalsieg. „Ich habe wirklich nicht meinen besten Aufschlag gezeigt und musste sehr viele Dämonen da draußen bekämpfen.“ Navarro lag im dritten Satz bereits mit 2:1 und einem Break vorne, verlor ihren Aufschlag jedoch zu null – und insgesamt vier Spiele in Serie.
Die Nummer drei der Welt besiegt damit die Nummer 27. Oder anders ausgedrückt: 10,2 Milliarden Euro gewinnen gegen 2,8 Milliarden Euro – das sind die Vermögen der Eltern der beiden Amerikanerinnen.
Pegula: Chance auf die Spitze der Weltrangliste
Wie in den vorigen beiden Jahren fordert Pegula nun die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka heraus. Vor zwei Jahren hatte sich die Belarussin im Endspiel von New York in zwei Sätzen durchgesetzt und auch vorige Saison das Halbfinale gegen Pegula für sich entschieden. Sabalenka hatte zuvor in ihrem Viertelfinale die Tschechin Linda Noskova mit 7:6 (7:1), 3:6, 7:6 bezwungen und strebt nun ihren dritten US-Open-Titel in Serie an.
Sowohl Sabalenka als auch Pegula haben die Chance, die US Open als Weltranglistenerste zu beenden. Dafür muss eine von ihnen den Titel gewinnen und darauf hoffen, dass die Kasachin Jelena Rybakina heute gegen Zheng Qinwen aus China im Viertelfinale scheitert.
Für beide Spielerinnen sind die Preisgelder und Werbeeinnahmen, die sie durch ihren Sport verdienen können, Peanuts. Dem Öl-Magnaten Terry Pegula und seiner Frau Kim, die noch vier weitere Kinder haben, gehören die Buffalo Bills aus der NFL, ihm außerdem noch das NHL-Team Buffalo Sabres. Pegula machte sein Geld mit Öl, soll laut Forbes 10,2 Milliarden Euro Privatvermögen haben.
Emma Navarro ist aktuell die Nummer 27 der WeltranglisteBen Navarro, der laut Forbes 2,8 Milliarden Euro Privatvermögen hat, gründete 1998 die Sherman Financial Group und kaufte 2005 die Credit One Bank. Dazu investierte er ins Tennis. Er baute zum Beispiel das Stadion in Charleston für das Frauenturnier auf 10.000 Plätze aus, kaufte die Veranstalter-Firma Charleston Tennis LLC und das Masters in Cincinnati gleich mit. Auch Beemok Sports, eine Sportmarketing-Firma, entstammt seinen Ideen.
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