Das Karlsruher Toptalent Louey Ben Farhat will in Zukunft für die deutsche Nationalmannschaft spielen. Der Wechsel vom tunesischen Verband zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) soll zeitnah abgeschlossen werden, wie mehrere Quellen aus dem Umfeld des Spielers der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Zuerst hatte das Portal „transfermarkt.de“ berichtet. Bisher lief der 20 Jahre alte Offensivspieler zweimal für Tunesiens A-Nationalmannschaft auf.
Bei der vergangenen Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko wäre Ben Farhat eigentlich nominiert worden, sagte seine Teilnahme aber wenige Wochen vor dem Turnier ab. Den in Tunesien viel kritisierten Verzicht begründete er mit den Folgen seines im August 2025 erlittenen Mittelfußbruchs. Bei einem WM-Einsatz für Tunesien wäre er nicht mehr für die Elf von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp spielberechtigt gewesen.
Sein DFB-Debüt dürfte Ben Farhat erst mal in der U21 von Trainer Antonio Di Salvo geben. Ob dieser ihn bereits für die EM-Qualifikationsspiele in Lettland (26. September), auf Malta (30. September) und in Bielefeld gegen Georgien (6. Oktober) nominiert, ist offen.
Erst vor wenigen Tagen hatte Ben Farhat auch den Verein gewechselt und einen Vertrag beim SC Freiburg unterschrieben. Der Bundesligist lieh den dribbelstarken Stürmer umgehend wieder an Zweitligist KSC aus. Ben Farhat selbst sprach von einer „Win-win-Situation“ nach dem Auftritt beim 2:2 in Hannover. Er sei sehr froh, dass seine Zukunft nun geklärt sei.
Modric spielt weiter für Kroatien
Am anderen Ende seiner Karriere befindet sich Luka Modric. Für den Nationalhelden Kroatiens ist allerdings auch mit 40 Jahren noch nicht Schluss: Modric wird weiter für die Nationalmannschaft spielen. Der Mittelfeldspieler von AC Mailand gehört zum Aufgebot des neuen Auswahltrainers Slaven Bilic für die anstehenden Spiele in der Nations League. „Er ist sowohl auf als auch neben dem Platz extrem wichtig. Modric war Mailands bester Spieler gegen Juventus. Ich musste ihn nicht überzeugen – er brennt für Kroatien und die Nationalmannschaft, daher ist es eine Win-win-Situation“, sagte der frühere Bundesliga-Profi des Karlsruher SC bei der Vorstellung seines Kaders.
Dauerbrenner: Luka Modric macht auch nach der Weltmeisterschaft 2026 weiterModric, der am Mittwoch 41 Jahre alt wird, hatte erst im Juli seinen Vertrag in Mailand um ein weiteres Jahr bis Mitte 2027 verlängert, nachdem er mit der Nationalmannschaft bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko bereits im Sechzehntelfinale ausgeschieden war. „Die besten Spieler spielen für das Nationalteam – das ist das einzige Kriterium“, erklärte Bilic.
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