Borussia Dortmund hat ein spektakuläres Comeback geschafft und trotz eines Zwei-Tore-Rückstands den ersehnten Traumstart in der Bundesliga perfekt gemacht. Das Team von Trainer Niko Kovac gewann mit 3:2 (0:1) bei der TSG Hoffenheim und drehte die Partie nach einer ganz schwachen ersten Stunde mit viel Moral und brutaler Effizienz.

Torjäger Serhou Guirassy (61. Minute), Joker Fabio Silva (66.) auf Vorlage von Guirassy sowie ein Eigentor von Hoffenheims Albian Hajdari (87.) sorgten für die Wende, die beim verdienten Zwischenstand von 2:0 für die Gastgeber kaum noch realistisch erschien.

Vor 30.150 Zuschauern, darunter rund ein Drittel BVB-Anhänger, hatten Leon Avdullahu (45. Minute) und Tim Lemperle (54.) die beiden Tore der Kraichgauer erzielt. Während der BVB bei sechs Zählern steht, ist Hoffenheim nach zwei Partien noch punktlos.

BVB-Schlussmann Gregor Kobel bewahrte die Gäste gleich mehrere Male vor dem Rückstand. Nach knapp einer halben Stunde lenkte der Schweizer Nationaltorhüter einen Schuss des umtriebigen Adam Daghim um den Pfosten. Wenige Minuten später parierte Kobel auch einen Kopfball von Adam Hlozek. Kurz vor der Pause war dann auch Kobel erstmals chancenlos, als Avdullahu aus gut 20 Metern Maß nahm und sehenswert ins lange Eck schlenzte. Die Pausenführung der TSG ging in Ordnung, der BVB wirkte über weite Phasen statisch und ideenlos.

Genau so ging es nach der Pause weiter. Ehe Lemperle das zweite Tor erzielte, verpassten gleich drei TSG-Profis eine scharfe Hereingabe von Daghim. Auch der Neuzugang selbst und Verteidiger Ozan Kabak hätten vorzeitig das zweite Tor erzielen können. Dieses gelang dann Lemperle, dessen Schuss von Nationalspieler Waldemar Anton unhaltbar abgefälscht wurde.

Guirassy trifft und legt vor

Die zu diesem Zeitpunkt überlegene TSG hätte direkt ein drittes Tor nachlegen können, blieb aber zu nachlässig im letzten Drittel. Stattdessen schlug der lange schwache BVB zurück – und wie: Der eine Stunde lang unsichtbare Guirassy wurde nach einem Ballverlust von Anton passgenau bedient und verkürzte. Torschütze Avdullahu hatte sich zuvor einen folgenschweren Ballverlust geleistet.

Kovac wechselte doppelt und schob so die sportliche Wende weiter an. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung schlug Silva auf exzellente Vorarbeit von Guirassy zu und glich zum 2:2 aus. In der Schlussphase spielten beide Teams auf Sieg – zum tragischen Helden des Tages wurde Hajdari, der eine eher harmlose Hereingabe von Nwaneri ins Tor lenkte.

Bayer Leverkusen – Union Berlin 4:0

Bayer Leverkusen hat sein erstes Heimspiel unter Trainer Carles Martínez souverän gewonnen. Gegen Union Berlin setzte sich die Werkself mit 4:0 (2:0) durch und zeigte dabei eine deutliche Reaktion auf den missglückten Auftakt in Elversberg. Vor 29.629 Zuschauern sorgten die Argentinier Ezequiel Fernández (1. Minute) und Facundo Medina (28.) sowie Patrik Schick (48.) und Ibrahim Maza (66.) mit ihren Treffern für den klaren Heimsieg.

Die Hausherren legten einen Traumstart hin und gingen bereits nach 44 Sekunden in Führung. Nur Union-Keeper Fredrik Rønnow, der nach seiner Verletzungspause zurückkehrte, verhinderte mehrfach das 2:0.

Leverkusen spaziert gegen Union zum Sieg

Doch Leverkusen blieb weiter am Drücker und erhöhte zunehmend den Druck, während von den überforderten Gästen offensiv fast nichts zu sehen war. Nach Wiederanpfiff dauerte es keine drei Minuten, bis Bayer mit dem ersten Abschluss der zweiten Hälfte wieder zuschlug. Gegen schläfrige Berliner legte Jarell Quansah von rechts für Schick auf, der mit links zu seinem zweiten Saisontreffer einschob. Union-Coach Mauro Lustrinelli reagierte mit einem Dreifachwechsel, doch ohne Erfolg. Maza krönte seine starke Leistung nach einem Doppelpass mit Schick mit einem Distanzschuss zum 4:0.

SC Paderborn – SC Freiburg 0:1

Der SC Freiburg hat dem SC Paderborn das erste Bundesliga-Heimspiel seit mehr als sechs Jahren verdorben. Der Europa-League-Finalist gewann beim Aufsteiger mit 1:0 (1:0) und hat nun einen makellosen Start in die neue Saison hingelegt: fünf Spiele, fünf Siege – und das in drei verschiedenen Wettbewerben (Bundesliga, DFB-Pokal und Conference-League-Qualifikation).

Maximilian Eggestein traf in der 26. Minute für die Freiburger. In der ersten Halbzeit war der Favorit noch in fast allen Belangen besser. In der zweiten aber geriet er zeitweise schwer in Bedrängnis.

Bremen siegt, Elversberg überrascht weiter

Eine fulminante Rückkehr ins Weserstadion feierte Niclas Füllkrug, der beim überraschenden 3:1 (1:0) von Werder Bremen gegen RB Leipzig einen Treffer erzielte. Die Traumreise von Elversberg geht derweil weiter. Die Saarländer besiegten Borussia Mönchengladbach nach einem 1:3-Rückstand und dank eines Treffers in der Nachspielzeit mit 4:3 (1:2).

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