Es war eine Aussage, die Max Meyer jahrelang nachhängen sollte. Als sein Berater Roger Wittmann 2018 mit dem FC Schalke einen neuen Vertrag aushandeln wollte, pries er den damals 23-Jährigen als „Weltklassespieler“, der bei jeder europäischen Spitzenmannschaft spielen könne. Meyer galt einst als großes Versprechen des deutschen Fußballs. Doch der hochbegabte Techniker konnte sich nie durchsetzen. Mit 30 Jahren steht er vor einem Wechsel in die Regionalliga West – zu seinem Heimatklub Rot-Weiß Oberhausen.
2013 gab Meyer mit 17 Jahren sein Bundesliga-Debüt für Schalke und wurde unter Joachim Löw zum Nationalspieler. Im Sommer 2018 konnte er sich mit den Königsblauen dann nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Die europäischen Spitzenmannschaften hatten auch kein Interesse. Meyer wechselte ablösefrei zu Crystal Palace.
Meyer im Trikot des FC LuzernEs folgte ein stetiger Abstieg. Meyer wechselte zum 1. FC Köln, ging dann zu Fenerbahçe Istanbul, spielte beim FC Midtjylland, FC Luzern und schließlich bei Apoel Nikosia. Dort lief im vergangenen Juni sein Vertrag aus. Der 30-Jährige ist seitdem vereinslos.
Oberhausen steckt seit 2012 in der Regionalliga fest
Dies soll sich nun ändern. Nach Informationen von Sky und „Reviersport“ unterschreibt Meyer bei Rot-Weiß Oberhausen einen Zweijahresvertrag, wenn er den Medizincheck besteht. Der Wechsel in die Regionalliga West bedeutet für den Mittelfeldspieler eine Heimkehr. Meyer ist in Oberhausen geboren und spielte von 2002 bis 2004 in der Jugend von RWO.
Mit dem ehemaligen Nationalspieler will der Viertligist wieder den Sprung in den Profifußball schaffen. Nach fünf Spieltagen liegt Oberhausen mit zehn Punkten auf dem dritten Tabellenplatz.
2011 stieg Oberhausen aus der zweiten Liga ab, ein Jahr später folgte der Absturz in die Regionalliga, von dem sich der Klub bis heute nicht erholt hat. In der vergangenen Saison verpasste RWO den Aufstieg in die dritte Liga als Zweiter denkbar knapp.
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