Inter d’Escaldes hat nicht nur die Conference League erreicht. Der Klub hat Fußballgeschichte für ein ganzes Land geschrieben. Mit dem Erfolg im Play-off gegen den kosovarischen Meister KF Drita ist Andorra der 53. von 55 Uefa-Mitgliedsverbänden, dessen Verein die Gruppen- oder Ligaphase eines europäischen Klubwettbewerbs erreicht hat. Nur zwei Länder warten noch auf diesen Moment: San Marino und Montenegro.

Inter d’Escaldes setzte sich gegen Drita im Elfmeterschießen mit 4:2 durch. Nach dem 2:2 im Hinspiel und einem torlosen Rückspiel fiel die Entscheidung vom Punkt. Damit wird erstmals ein Verein aus dem kleinen Pyrenäenstaat in einer Ligaphase eines europäischen Wettbewerbs vertreten sein.

Für Andorra ist es ein Meilenstein. Der Verband für Fußball und Futsal gehört mit 3300 Mitgliedern zu den kleinsten Europas und hatte bislang noch nie einen Klub in die entscheidende Phase eines Uefa-Wettbewerbs gebracht. Jetzt hat Inter d’Escaldes diese Grenze durchbrochen.

Die Entwicklung zeigt auch, wie sehr die Conference League kleineren Fußballnationen neue Möglichkeiten eröffnet. Erst in der vergangenen Saison hatten die Hamrun Spartans als erster Klub aus Malta eine Gruppen- oder Ligaphase eines europäischen Wettbewerbs erreicht. Nun folgt Andorra.

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