Mit dem Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart startet am Freitag (20.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) die neue Bundesliga-Saison. Das Spiel ist mit 75.000 Zuschauern ausverkauft. Für reisefreudige Fußballfans wird es künftig ein paar Änderungen geben, auf die sie sich zur neuen Spielzeit einstellen müssen.
Durch das von der Deutschen Bahn (DB) im Juli eingeführte bundesweite Alkoholkonsumverbot an allen deutschen Bahnhöfen dürfen Fans spätestens ab Mitte Oktober vor und nach den Spielen in Bahnhöfen keinen Alkohol mehr trinken. Auch in einigen Bundesliga-Stadien gibt es Regeln zum Alkoholkonsum. Darauf sollten Fans achten:
Was sieht die neue Regelung an Bahnhöfen vor?
Bis zum 15. Oktober soll bundesweit ein Alkoholkonsumverbot an allen 5.400 Bahnhöfen in Deutschland durchgesetzt werden. An vielen Bahnhöfen wurde die Ende Juli von der DB beschlossene Regelung bereits umgesetzt, bis Mitte Oktober soll das Alkoholkonsumverbot dann an allen deutschen Bahnhöfen gelten.
Das Verbot bezieht sich laut DB auf den direkten Alkoholkonsum auf Bahnsteigen und in den Bahnhofshallen. Die Gastronomie in den Bahnhöfen bleibt von dem Verbot ausgenommen. Außerdem ist es für die Fahrgäste weiterhin erlaubt, Alkohol verschlossen im Gepäck oder aus Einkäufen mitzunehmen.
Wo gilt das Alkoholkonsumverbot bereits?
Die DB setzt die neue Regelung zum Alkoholkonsum an Bahnhöfen auf Grundlage des Hausrechts durch. Weil laut DB an vielen Bahnhöfen eine lokale Anpassung der jeweiligen Hausordnungen in Abstimmung mit Kommunen, Behörden und Verwaltungen nötig ist, wird das Verbot bis zum 15. Oktober schrittweise eingeführt.
Einige große Bahnhöfe in Deutschland sind nach der neuen Regelung bereits alkoholfrei. Dazu gehören unter anderem die an Fußballspieltagen hochfrequentierten Bahnhöfe in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg und München. Am Hauptbahnhof in Berlin, in Berlin-Gesundbrunnen oder an den Hauptbahnhöfen in Braunschweig und Kiel gilt das Alkoholkonsumverbot zum Beispiel erst ab dem 1. September.
Wer soll das alles kontrollieren?
Weil es sich bei dem Alkoholkonsumverbot auf Bahnsteigen und in den Bahnhofshallen um eine Maßnahme des Hausrechts handelt, ist die DB selbst für die Kontrolle und Durchsetzung der Regelung zuständig. Dabei verwies die Bahn insbesondere bei Fußballspielen auf die Zusammenarbeit der DB Sicherheit mit den Ordnungsbehörden, den Veranstaltern und der Polizei.
„Um das Alkoholkonsumverbot an den Bahnhöfen durchzusetzen, gehen wir bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen mit Augenmaß vor“, teilte die DB mit. „Polizei und DB Sicherheit sind im Bahnhof sichtbar präsent und deeskalieren, falls nötig.“ Verstöße gegen das Alkoholkonsumverbot werden laut DB mit einem sofortigen Platzverweis geahndet.
Für staatliche Sicherheitsmaßnahmen ist an deutschen Bahnhöfen die Bundespolizei zuständig. Die Bundespolizei im Land Nordrhein-Westfalen, das mit sechs Vereinen gleich ein Drittel aller Bundesligaklubs stellt, verwies auf Anfrage zur Mehrbelastung durch das Alkoholkonsumverbot auf die Zuständigkeit der DB.
Was gilt in Zügen?
In Fernzügen können Fußballfans trotz der neuen Regeln weiterhin Alkohol konsumieren. Die DB verkauft beispielsweise im Bordbistro selbst alkoholische Getränke. Auch mitgebrachter Alkohol darf weiterhin in den Fernzügen getrunken werden. Die DB weist beim Alkoholkonsum in den Zügen aber auf die gängigen Verhaltensregeln hin. Im Regionalverkehr gibt es laut DB keine bundeseinheitliche Regelung. In vielen Regionalbahnen ist der Alkoholkonsum verboten.
Reisefreudige Fans: Rund 1300 Schalke-Anhänger reisten am vergangenen Montag zum Pokalspiel nach HalleWas gilt in den Stadien?
Der Alkoholkonsum ist für Fans nicht nur unterwegs geregelt. Auch in einigen Bundesliga-Stadien sieht die Stadionordnung eine Promillegrenze vor. Eine einheitliche Regel gibt es aber nicht. Diese Promillegrenzen gelten bei den 18 Erstligaclubs:
- Promillegrenze von 1,0: VfB Stuttgart
- Promillegrenze von 1,1: SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, RB Leipzig
- Promillegrenze von 1,6: Eintracht Frankfurt, SC Paderborn, FC Schalke 04
Beim FC Bayern München, der TSG 1899 Hoffenheim, Bayer Leverkusen, FC Augsburg, FSV Mainz 05, SV Werder Bremen, 1. FC Köln und der SV Elversberg gibt es keine klar bezifferte Promillegrenze. Union Berlin, der HSV und Borussia Dortmund machen keine Angabe zu Promillegrenzen im Stadion.
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