Der 29. Juni war es, als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Boston im Sechzehntelfinale ihr K.o.-Spiel bestritt. Paraguay hieß der Gegner – und am Ende dann auch überraschend der Sieger. Deutschland unterlag im Elfmeterschießen 3:4 – und schied früh aus. Wie schon bei den WM-Turnieren 2018 und 2022, wo bereits nach der Vorrunde Schluss war.
Häme und Spot für die deutschen Spieler und Bundestrainer Julian Nagelsmann, der nur vier Tage nach dem Aus von seinem Amt zurücktrat, waren groß. Es prasselte viel Kritik auf sie ein. Auch von Fritzy Kromp. Die 41 Jahre alte Fußballlehrerin ist seit 2025 Trainerin von Frauen-Bundesligist Werder Bremen – und seit 2022 Expertin beim ZDF.
Sie hatte nach dem Aus der deutschen Mannschaft im ZDF-Studio in Berlin kritisch angemerkt, dass Nick Woltemade ohne Spielpraxis im Elfmeterschießen antreten musste und damit vom Trainer „gekillt“ worden sei.
„Im Nachhinein hat mich meine Antwort genervt“
In einem Interview mit der „Bild“ sagte sie nun: „Ich war in dem Moment emotional. Ich habe es zwar genauso gefühlt, aber am Ende hätte ich es anders ausdrücken sollen. Julian ist ein Kollege und über Kollegen spricht man nicht schlecht. Trotzdem war ich sehr betroffen von der Situation. Ich hatte deshalb vorher schon gehofft, nicht beim Ausscheiden im Studio zu sein.“
Nick Woltemade scheitert am 29. Juni mit seinem Elfmeter an Paraguays Torhüter Orlando GillDort aber saß sie neben Christian Streich, dem ehemaligen Trainer des SC Freiburg – Per Mertesacker und Christoph Kramer waren als Experten vor Ort im Stadion. „Ja, und dann bekomme ich auch noch die erste Frage nach dem Spiel gestellt“, fuhr Kromp in dem Interview fort: „Im Nachhinein hat mich meine Antwort genervt. Trotzdem: Auch wenn es eine ehrliche Aussage war, hätte ich es, im Nachhinein betrachtet, lieber anders formuliert.“ Kontakt mit Julian Nagelsmann hatte sie seither nicht. „Wir hatten aber vorher auch keinen größeren Kontakt.“
Auf Nagelsmann folgte nur wenige Tage später Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer. Am 17. September wird dieser seinen ersten Kader bekanntgeben – für die anstehenden vier Länderspiele gegen die Niederlande (24.9.), Griechenland (27.9.), Serbien (1.10.) und Griechenland (4.10.).
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