Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo muss die Saison wegen einer Verletzung im linken Oberschenkel vorzeitig beenden. Die 32-Jährige verletzte sich beim Diamond-League-Meeting im polnischen Kattowitz am Samstag im fünften Versuch und musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden, wie der Deutsche Leichtathletik-Verband mitteilte.

Eine MRT-Untersuchung am Montag soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Die zweimalige Welt- und Europameisterin werde aber definitiv keine Wettkämpfe mehr in diesem Jahr bestreiten können, hieß es weiter.

Für Mihambo, die in Polen beim Sieg von Alyssa Jones aus den USA mit 6,60 Metern nur Siebte wurde, ist es der nächste Rückschlag in einer holprigen Saison. Vor einer Woche bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham hatte Mihambo Tränen vergossen, nachdem sie in einer hauchdünnen Entscheidung eine weitere Medaille bei einem Großereignis verpasst hatte. Mit 6,94 Metern belegte sie Platz fünf. Vier Zentimeter fehlten ihr zur Medaille, sechs zu Gold.

Nun muss Mihambo eine weitere Enttäuschung hinnehmen. „Das ist sehr bitter“, sagte Jörg Bügner, DLV-Vorstand Leistungssport. Ursprünglich hatte die Olympiasiegerin von 2021 in Tokio noch Starts beim traditionsreichen Istaf am kommenden Sonntag in Berlin, beim Diamond-League-Finale in Brüssel Anfang September sowie eine Woche später bei den erstmalig stattfindenden Ultimate Championship in Budapest geplant.

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