Der Fußball-Weltverband Fifa hat den Argentinier Leandro Paredes für seinen Ausraster nach dem verlorenen WM-Endspiel gegen Spanien (0:1 nach Verlängerung) für zehn Länderspiele gesperrt. Vier weitere Spieler und Betreuer der Finalteilnehmer wurden nach den Tumulten ebenfalls gesperrt.

Neben der Spielsperre wurde der 32-Jährige zu einer Geldstrafe in Höhe von 90.000 Dollar verurteilt. Neben Paredes wurde dessen Teamkollegen Nahuel Molina (sieben Spiele und 90.000 Dollar) und Thiago Almada (ein Spiel und 30.000 Dollar) mit Sperren und Geldstrafen belegt. Der argentinische Co-Trainer Roberto Ayala muss drei Partien aussetzen und 30.000 US-Dollar zahlen. Der Spanier Gavi (ein Spiel und 30.000 US-Dollar) wurde ebenfalls bestraft.

Wegen der Vorfälle nach dem Ende des WM-Endspiels zwischen Spanien und Argentinien hat der Fußball-Weltverband Fifa eine Untersuchung eingeleitet.

Der argentinische Fußball-Verband AFA wurde wegen der Verstöße bei mehreren Spielen zu einer zusätzlichen Geldstrafe von insgesamt 321.000 US-Dollar verurteilt. Davon sollen 100.000 US-Dollar in einen Plan zur Bekämpfung von Diskriminierung investiert werden. Außerdem ist bei den nächsten beiden Heimspielen Argentiniens nur jeweils die Hälfte der maximalen Zuschauer-Kapazität zugelassen. Die Vollstreckung eines Teils der Sanktion wird ausgesetzt, wobei eine Bewährungsfrist gilt.

Auch Spaniens Gavi wird bestraft

Begründet wurde die Strafe gegen den Verband mit dem Fehlverhalten des Teams, der Diskriminierung und den rassistischen Beleidigungen, der Nutzung einer Sportveranstaltung für sportfremde Kundgebungen und dem Verstoß gegen die Ordnung und Sicherheit bei Spielen.

Argentinien fiel während des Endspiels vor allem durch seine aggressive Spielweise und seine harte Gangart auf. Diese endete aber nicht nach dem Schlusspfiff. Als die Niederlage feststand, entlud sich bei einigen argentinischen Spielern der Frust über den verpassten WM-Titel. Allen voran bei Paredes.

Spanien krönt sich gegen Argentinien zum Weltmeister. Nach dem Finale analysieren Tabea Kemme, Thomas Müller und Jürgen Klopp die Partie. Neben dem verdienten Sieg der Spanier wird auch die teils übertriebene Härte der Argentinier diskutiert.

Der Mittelfeldspieler lief geradezu Amok. Er legte sich mit Eric Garcia an und schlug dem Spanier mit voller Wucht gegen den Hals. Als seine Mitspieler Eric zur Hilfe eilten, schnappte sich Paredes den nächsten. Der 32-Jährige rang Gavi zu Boden und schlug, als dieser im Fallen war, mit der Faust nach dem Spanier. Erst als Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni dazwischen ging und Paredes wegzog, beruhigten sich die Gemüter.

Verbotene politische Botschaft der Argentinier

Gavi war der einzige spanische Spieler, gegen den ermittelt wurde. Argentiniens Co-Trainer Ayala war den spanischen Mittelfeldspieler Dani Olmo heftig angegangen, was für große Empörung gesorgt hatte. Olmo hatte die Entschuldigung Ayalas anschließend nicht angenommen.

Bei den Ermittlungen der Fifa ging es auch um verbotene politische Botschaften bei Sportereignissen. Argentinische Spieler hatten nach dem 2:1 im Halbfinale gegen England ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falkland-Inseln sind argentinisch“) auf dem Platz gezeigt. Sie spielten damit auf den bewaffneten Konflikt um die Inselgruppe im Südatlantik zwischen Großbritannien und Argentinien im Jahr 1982 an.

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