Der FC Bayern rechnet damit, dass Jamal Musiala seine Karriere trotz einer neurologischen Dysfunktion fortsetzen kann. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Verein erfuhr, gebe es derzeit keine Hinweise, dass der Nationalspieler nicht weiter auf dem Niveau Fußball spielen könne. Der 23-Jährige war am vergangenen Dienstagabend beim Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim zusammengesackt – ähnlich wie schon drei Tage zuvor im Spiel gegen RB Leipzig. Er wurde jeweils kurz behandelt und lief dann vom Rasen.

Musiala hatte am vergangenen Dienstagabend dann in den sozialen Medien mitgeteilt: „Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim.“

Wenige Tage nachdem Bayern-Star Musiala im Test gegen Leipzig auf dem Platz zusammengebrochen war, ging er im nächsten Spiel nach wenigen Minuten wieder zu Boden. Walter M. Straten, Vize-Chefredakteur Sport bei „Bild“, fasst zusammen, was bekannt ist.

Das französische Wort Absence bedeutet im Deutschen so viel wie „Abwesenheit“. Das traf auf Musiala zu, der gegen Leipzig und gegen Heidenheim auf dem Platz kurzzeitig weggetreten wirkte. Absencen sind eine Form epileptischer Anfälle.

Keine ärztlichen Bedenken bei Einsätzen

Wie aus dem Verein zu hören war, sei der Einsatz Musialas in den beiden Partien jedoch völlig unbedenklich und ärztlich umfangreich abgesprochen gewesen. Der Sportler selbst hatte in seinem Statement geschrieben, dass er „in bester medizinischer Behandlung und sehr optimistisch“ sei.

„Der FC Bayern und mein privates Umfeld sind immer an meiner Seite und unterstützen mich auf diesem Weg. Wichtig ist, es besteht kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko.“

Nationalspieler Jamal Musiala hat auch beim letzten Test des FC Bayern München vor dem Pflichtspielstart in die neue Fußballsaison für einen Schreckmoment gesorgt.

Eine Prognose, wie es mit dem Offensivspieler nun in den nächsten Tagen und Wochen weitergeht – ob er etwa im Supercup am Samstag bei Borussia Dortmund oder beim Liga-Start sechs Tage später gegen den VfB Stuttgart eingesetzt werden kann – gab es zunächst nicht.

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