Hinter dem DFB liegen turbulente Wochen. Bei der Weltmeisterschaft im Sommer blamierte sich die deutsche Nationalmannschaft, scheiterte im Sechzehntelfinale an Außenseiter Paraguay (3:4 n.E.). Die Folge: Bundestrainer Julian Nagelsmann trat nur wenige Tage nach dem Ausscheiden zurück. Seitdem wurde es sehr ruhig um den Trainer.

Der ehemalige Bundestrainer Julian Nagelsmann (l.) mit Linksverteidiger Raum

Bei der Vorstellung des Kinderbuches „Mut Ich“ am Montag in Frankfurt am Main äußerte sich Nationalspieler David Raum erstmals über seinen Kontakt zu Nagelsmann nach der WM. Raum hat wie sieben weitere Prominente an dem Buch mitgewirkt und dafür eine Geschichte aus seinem Leben niedergeschrieben, die Kindern Mut machen soll.

„Mit Julian war ich nach der Beurlaubung noch einmal im Austausch und habe mich für die Zeit mit ihm bedankt. Es war echt angenehm. Ich habe ihm alles Gute für die Zukunft gewünscht, aber auch gesagt, dass er erstmal ein bisschen abschalten soll. Das hat er mir dann auch gesagt – nach so einer turbulenten Zeit. Und man weiß im Fußball ja auch nie, ob sich die Wege noch einmal treffen.“

„Nagelsmann hat mir großes Vertrauen gegeben“, sagt Raum

Der Spieler von RB Leipzig hatte keine leichte WM. Im Vorfeld des Turniers galt er auf der Linksverteidiger-Position lange als gesetzt, bekam im Saisonfinale aber vom starken Ex-Frankfurter Nathaniel Brown den Rang abgelaufen.

Raum war nur Ersatzspieler in Amerika, sagte dennoch: „Er hat mir in der Nationalmannschaft großes Vertrauen geschenkt. Ich kann nur sagen, dass ich viel mit ihm gelernt und erlebt habe, unter anderem die Europameisterschaft. Deswegen war der Austausch auf jeden Fall noch einmal da.“

Mit Jürgen Klopp ist seit dem 15. August der Nagelsmann-Nachfolger im Amt. Klopp soll mit der Nationalmannschaft endlich wieder begeisternden Fußball spielen und die Euphorie zurück nach Deutschland bringen. In Raums Augen die einzig richtige Lösung.

„Er ist das Fußballgesicht Deutschlands. Deswegen ist die Euphorie bei den Leuten natürlich groß, vor allem nach der ersten Pressekonferenz. Die Aufgabe ist natürlich auch mit Druck für ihn verbunden. Aber ich glaube, dass er damit gut umgehen wird. Ich freue mich, dass er auf jeden Fall seine Werte und seine Energie in die Mannschaft bringen wird“, sagt Raum. Er kenne ihn aus Leipzig und war mit ihm auch ein- oder zweimal im Austausch: „Das heißt, er kennt mich als Mensch, er kennt mich aber natürlich auch als Spieler, weil er sich damit viel beschäftigt hat. Ich würde mich freuen und es wäre mir eine Ehre, wenn ich ein Teil seiner Mannschaft sein dürfte. Ich glaube, es wird ein ganz gutes Match mit mir und ihm.“

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