Schalkes Testspiel gegen Real Madrid war für alle Beteiligten ein absolutes Fest. Trotz der 0:3-Niederlage waren Spieler und Fans glücklich. Doch nach Abpfiff kippte in den Katakomben der Veltins-Arena die Stimmung.

Aufregung knapp 25 Minuten nach Schlusspfiff: Plötzlich standen drei unbekannte Männer im Kabinentrakt, nur eine Glastür und ein einzelner Ordner trennten diese von den beiden Mannschaften. Penetrant forderten sie ungefähr zehn Minuten lang, zu den Spielern gehen zu können, da sie angeblich Cousins von Real-Madrid-Star Arda Güler seien.

Eigentlich war die Stimmung freundlich: Vitalie Becker (l.) klatscht mit Jude Bellingham ab

Immer wieder riefen sie hektisch dessen Namen, sprachen zwischenzeitlich auch Türkisch und forderten den Security-Mitarbeiter mehrfach auf, den türkischen Nationalstürmer zu ihnen zu bringen. Einer der Männer setzte sogar kurzzeitig einen Fuß in die Tür, bedrängte den Ordner.

Einer Mitarbeiterin der Schalker Medienabteilung fielen die drei Männer auf, sie wollte deren Akkreditierungen für diesen speziellen Bereich der Arena sehen. Denn hier haben im Regelfall nur Spieler, Trainer, Vereinsmitarbeiter und Journalisten Zugang. Die drei „Cousins“ hatten keine Akkreditierungen. Wie sie überhaupt in diesen Bereich gelangen konnten, ist völlig unklar. Denn eigentlich wird an mindestens zwei verschiedenen Stellen der Zutritt dorthin kontrolliert.

„Hau ab! Verschwinde!“, rufen die Männer

Dann eskalierte die Situation. „Bild“ beobachtete, wie die Männer laut schrien und die Schalke-Angestellte beschimpften und bedrohten. Unter anderem fielen die Worte: „Die Alte ist doch geistig nicht normal, die hat einen Schaden. Hau ab! Verschwinde! Rede nicht mit uns! Wenn uns auch nur ein Ordner anfasst, wirst du erleben, was passiert.“ Als die Mitarbeiterin vor Aufregung zitternd die uneinsichtigen Männer fotografieren wollte, schlug ihr einer nach ihren eigenen Angaben sogar heftig auf den Arm.

Die herbeigerufenen Ordner reagierten nur zögerlich, griffen zunächst gar nicht ein und halfen der S04-Angestellten nicht aus der Situation. Sie musste die Ordner mehrfach lautstark um Hilfe rufen, bis diese sich dazwischenstellten. Am Ende verließen die drei Männer wild schimpfend das Stadion.

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