Mit einem „Dreierpack“ hat Mohamed Zoma dem 1. FC Nürnberg einen Traumstart in die zweite Fußball-Bundesliga beschert und seinen Preis weiter nach oben getrieben. Der mit 14 Treffern schon in der vergangenen Saison erfolgreichste Torschütze der Franken schoss die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose am Sonntagnachmittag beim 3:0 (2:0) gegen Dynamo Dresden im Alleingang zum hochverdienten Premieren-Sieg.
Nach einem Fehlstart in der vergangenen Spielzeit mit lediglich einem Punkt aus den ersten fünf Partien sorgte Zoma nach einem Zuspiel von Finn Ole Becker schon in der neunten Minute für den perfekten Nürnberger Einstand.
Die 41.622 Zuschauer wurden beim zweiten Treffer des 22-Jährigen etwas auf die Folter gespannt. Einen Lattenschuss von Tim Janisch staubte Zoma (45.+3) ab. Wegen vermeintlicher Abseitsposition musste aber der Videoschiedsrichter erst noch grünes Licht geben. Seinen dritten Treffer markierte Zoma (75.) im Nachschuss, nachdem er beim Foulelfmeter noch an Torwart Tim Schreiber gescheitert war. Es war sein zweiter „Dreierpack“ in Deutschland.
Der wendige Stürmer war vor einem Jahr von UC AlbinoLeffe aus Italiens dritter Liga gekommen. Nun liegt die Schmerzgrenze für einen kurzfristigen Wechsel Zomas bei 20 Millionen Euro Ablöse, wie Aufsichtsratschef Peter Meier erst vor wenigen Tagen „nn.de“ sagte.
Zoma bekamen die Dresdner auf ihrer rechten Seite nie in den Griff. Im Mittelfeld der Nürnberger agierte Adam Markhiev als umsichtiger Taktgeber. Da waren auch kleinere Abstimmungsprobleme in der neuen Innenverteidigung aus Fynn Otto (SC Verl) und Alexios Kalogeropoulos (Olympiakos Piräus) gegen harmlose Dresdner zu verschmerzen. Fünf Minuten vor dem Ende durfte Zoma unter dem Applaus der Nürnberger Fans dann vorzeitig zum Duschen.
Fürth erkämpft Punkt auf St. Pauli
Die SpVgg Greuther Fürth ist unterdessen mit einem Unentschieden in die neue Saison gestartet. Die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel spielte zum Auftakt beim FC St. Pauli 1:1 (0:0). Kapitän Felix Klaus (52. Minute) erzielte den Ausgleich für die Franken. Zuvor hatte Marcus Mathisen (46.) den Bundesliga-Absteiger vor 29.218 Zuschauern im Millerntor-Stadion in Führung gebracht.
Die beste Chance in der Anfangsphase für die vom ehemaligen Fürther Branimir Hrgota angetriebenen Hamburger vereitelte Torwart Florian Hellstern, der stark gegen Martijn Kaars parierte. Neben Hellstern vertraute Vogel in seiner Startelf in Krisztián Keresztes, Jannis Heuer, Ole Pohlmann und Shinta Appelkamp auf vier weitere Zugänge.
Die Spieler des FC St. Pauli jubelten zunächst, siegten aber nichtDie Fürther wurden mit zunehmender Spieldauer über Konter gefährlicher und hätten vor der Pause in Führung gehen können. Klaus scheiterte gleich dreimal an St. Paulis Torwart Ben Voll. Nach der Pause machte es der Gästekapitän besser, als er aus der Drehung stark zum Ausgleich abschloss. Zuvor hatte Mathisen für die Hamburger per Kopf nach einem Eckstoß getroffen – gerade mal 54 Sekunden nach Wiederanpfiff.
Ein weiteres Hamburger Tor durch Kaars (56.) wurde wegen Abseits zu Recht nicht anerkannt. Im weiteren Verlauf mussten die Fürther noch einige kritische Momente überstehen. So entschied Schiedsrichter Harm Osmers nach einem Zusammenprall zwischen Heuer und Ricky-Jade Jones im Strafraum nicht auf Strafstoß - eine diskussionswürdige Entscheidung, da der Fürther bei dem Kopfballduell später dran war.
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