Kap Verdes WM-Held Vozinha ist bei seinem neuen Klub Colo Colo Santiago de Chile mit einem großen Showprogramm empfangen worden. Mehrere Tausend Fans des chilenischen Fußball-Rekordmeisters erwarteten den Kult-Torwart bei Livemusik und Feuerwerk im Monumental-Stadion der Hauptstadt Santiago, wie in der Live-Übertragung der Zeremonie zu sehen war.
Vozinha sagte: „Ich wollte immer schon bei einem großen Klub spielen – und als das Angebot von Colo Colo kam, hatte ich keine Zweifel“. Der 40-Jährige, der es bei der jüngsten Weltmeisterschaft in die Fifa-Auswahl der besten Turnier-Elf geschafft hatte, stand zuletzt beim portugiesischen Zweitligisten GD Chaves unter Vertrag.
Nun soll er beim derzeitigen Tabellenführer der Ersten Liga Chiles bis zum Saisonende im Dezember das Tor hüten – mit der Option auf ein weiteres Jahr. Nach übereinstimmenden lokalen Medienberichten wird Vozinha bei seinem neuen Arbeitgeber monatlich umgerechnet 44.500 Euro verdienen – einen Bruchteil dessen, was viele andere WM-Teilnehmer bei ihren Vereinen kassieren.
Colo Colo macht Ausnahmeregelung für Vozinha
Für den Kapverdier machte der chilenische Profifußballverband ANFP sogar eine Ausnahme. So darf Vozinha, der mit vollem Namen Josimar Jose Evora Dias heißt, seinen mittlerweile weltbekannten Spitznamen auf dem Trikot führen, wie Colo Colos Vereinspräsident Anibal Mosa bei einer Pressekonferenz erläuterte. Das ist in den Statuten des Verbands eigentlich nicht vorgesehen.
Höhepunkt der Präsentation war der Moment, als Vozinhas Torwarttrikot von einem Fallschirmspringer ins Stadion eingeflogen wurde. Mit dem neuen Textil bekleidet drehte Vozinha unter dem begeisterten Jubel der Zuschauer eine Ehrenrunde.
Trikotübergabe der anderen ArtBei der WM hatte der Keeper den späteren Titelträger Spanien mit Kap Verde beim 0:0 im ersten Gruppenspiel zur Verzweiflung getrieben und damit seinen Aufstieg zum Social-Media-Star eingeläutet. Vor der WM hatte er weniger als 50.000 Follower auf Instagram. Mittlerweile steht er bei rund 29,5 Millionen. WM-Neuling Kap Verde schloss die Gruppenphase – nicht zuletzt auch wegen Vozinha – ungeschlagen ab und schied im Sechzehntelfinale spektakulär gegen den späteren Vize-Weltmeister Argentinien erst in der Verlängerung aus.
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