Die Luft wird dünner für Gianni Infantino – jetzt sucht er offenbar nach Hilfe. Nachdem die Fifa am Samstag offiziell den Teilverkauf der WM an eine Investoren-Gruppe (u. a. mit Joshua Kushner, dem Bruder von Trumps Schwiegersohn) zurückgezogen hat, wächst der Druck auf Gianni Infantino (56). Der englische und der walisische Fußballverband entziehen dem Fifa-Boss laut Sky News die Unterstützung für die Wiederwahl im März 2027. Auch Serbien geht diesen Schritt.

Jetzt berichtet die „New York Post“, dass Infantino das Weiße Haus unter Donald Trump (80) „anbettelt“, seinen Posten zu retten. Demnach ist für Montag ein privates Gespräch mit Außenminister Marco Rubio (55) geplant.

Zwei Quellen hätten der Post bestätigt, dass Infantino kurz nach 9 Uhr morgens ein Telefonat mit Rubio führen wolle. Der Insider sagte laut dem Bericht: „Er wollte mit dem Außenminister telefonieren und darüber sprechen, wie Fußball als eine Form der Soft Power für Amerika dienen kann.“ Und weiter: „Aber wir alle wissen, dass es um den Erhalt seines Amtes geht. Um nichts anderes geht es derzeit.“

Infantino sucht nach „namhaften Verbündeten“

Eine zweite Quelle sagte demnach, dass sich Infantino durch die Flut negativer Medienberichte „isoliert“ gefühlt habe. „Er sucht nach namhaften Verbündeten, die ihn öffentlich unterstützen“, wird die nicht namentlich genannte Person zitiert.

Die Zeitung hat die Fifa und das Außenministerium um eine Stellungnahme gebeten. In dem Bericht heißt es außerdem, Infantino habe Quellen zufolge seit dem Scheitern seines Vorhabens mehrmals versucht, Donald Trump telefonisch zu erreichen.

Der Fußball-Weltverband FIFA gibt seine umstrittenen Investorenpläne auf. Der Vorschlag werde nicht weiterverfolgt, erklärte Verbandspräsident Gianni Infantino.

Infantino hatte nach massiven Protesten Pläne zurückgezogen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte der Fifa etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzunehmen. Weltweit sorgten die Infantino-Pläne für Entsetzen, die Uefa kritisierte den Schweizer scharf und kündigte einen Boykott aller von der Fifa ausgerichteten Wettbewerbe an. Der Fifa-Boss knickte schließlich ein.

Nun wird über die Zukunft Infantinos diskutiert, der seit 2016 an der Spitze des Weltverbands steht. Im kommenden Jahr stehen Wahlen an. Am 18. März 2027 möchte sich Infantino, wenn alles geordnet zugeht, in Rabat (Marokko) beim 77. Fifa-Kongress den Statuten zufolge ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen. Doch der Widerstand wächst.

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