Beim WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien (hier geht es zum Liveticker) hat die Fifa Geschichte geschrieben und erstmals eine Halbzeitshow bei einem Endspiel veranstaltet. Während beim Spiel in der ersten Halbzeit so gut wie gar nichts passierte, ging es in der Pause auf dem Rasen rund.
Das Stadion verwandelte sich binnen kürzester Zeit in eine gigantische Konzertbühne. Mit dabei: Madonna, Justin Bieber, Shakira, Coldplay, BTS, Burna Boy, Star-Dirigent Gustavo Dudamel – und sogar die Muppets.
Vor dem Anpfiff des WM-Finals zwischen Argentinien und Spanien performen Robbie Williams. Nicole Scherzinger und Laura Pausini den Song „Desire“. Sehen Sie den Auftritt hier im Video.Superstar Madonna war zunächst nur in einem Video zu sehen. Sie sang ihren Hit „Music“ und traf dabei jeden Ton. Als sie dann auf dem Rasen erschien, war das Lied fast vorbei. Im Video wurde sie von zwei ehemaligen Weltstars durch die Katakomben des Finalstadions chauffiert. Die Brasilianer Ronaldo und Ronaldinho fuhren die 67-Jährige virtuell sicher an ihr Ziel. Anschließend übernahmen das New York Orchestra, Gustavo Dudamel und die Muppets, die gemeinsam den Stadion-Klassiker „Seven Nation Army“ performten.
Danach folgte der nächste Überraschungsmoment: Justin Bieber wurde von Serienfigur Ted Lasso (Jason Sudeikis) symbolisch eingewechselt und präsentierte eine eigens für die WM umgedichtete Version seines Songs „Everything Hallelujah“.
Tom Cruise eröffnet das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien und würdigt die verbindende Kraft des Sports. „Fußball ist ein Spiel, das keine Worte braucht“, so der Schauspieler.Da beim WM-Finale der Fußball im Vordergrund stehen sollte, dauerte die reine Show 11:50 Minuten. Die komplette Pause zog sich allerdings über 27:23 Minuten, es war damit die längste in der WM-Geschichte.
„Das Verletzungsrisiko steigt durch die lange Pause“
Die Show war amerikanisch gelungen, aber nichts für Fußball-Romantiker. „Ich glaube, dass sich der Fußball schweren Herzens daran gewöhnen muss. Ob man das jetzt gut oder schlecht findet. Ich persönlich mag es nicht“, sagte ZDF-Experte Christoph Kramer. Aber so sei die neue Welt, es gehöre dazu: „Was nicht dazugehört, sind die Ticketpreise. Das ist so ein tolles Event, das sich de facto aber nur das oberste Prozent der Weltbevölkerung leisten kann. Das ist das, was nicht ok ist.“
Sein Kollege Per Mertesacker sah den sportlichen Aspekt der langen Unterbrechung: „Ich glaube schon, dass durch diese lange Pause das Verletzungsrisiko steigt. Sie kommen aus dem Rhythmus.“
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