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Das Echo auf die DFB-Kader-Nominierung von Julian Nagelsmann ist meist positiv. Skepsis gibt es wegen der Qualität insgesamt – und an der Berufung von Leroy Sané.

„Bild“: „Nagelsmann war positiv statt patzig. Ehrlich statt ausweichend, hatte klare Aussagen im Gepäck und das Wichtigste: Er hat seine Kader-Entscheidungen nachvollziehbar begründet. (...) Es war ein Wir- statt Ihr-gegen-mich-Gefühl zu spüren, und das ist der einzige Weg, mit dem wir bei der WM erfolgreich sein können. Als Einheit. Dann wird's noch was mit der WM-Wende!“

„Kicker“: „Und sonst? Bietet der Kader etliches Potenzial, das den deutschen Fans Hoffnung auf einen erfolgreichen US-Trip machen darf. Sollten Florian Wirtz, Nick Woltemade, Jamal Musiala und der frisch gebackene Premier-League-Champion Kai Havertz in der Turniervorbereitung ein spielerisches Momentum entwickeln, stellt die deutsche Mannschaft bei der WM eines der stärksten Offensiv-Quartette des Turniers. Dahinter lauern in Lennart Karl, Deniz Undav, Nadiem Amiri, Jamie Leweling und auch Leroy Sané Kräfte auf der Bank, die jederzeit für wichtige Impulse sorgen können – und im Falle Undavs auch schnell selbst in die erste Elf rutschen könnten.“

„Süddeutsche Zeitung“: „In dieser Mischung gibt es wenige Gewissheiten. Die bräuchte es aber, denn das DFB-Team müsste eigentlich jeden Vorteil nutzen, den es bekommen kann. Andere Top-Nationen haben stärkere Kader, und in den zwei Jahren seit der EM 2024 hat das Team keine echte Konstanz entwickelt. Im Gegenteil: Die offenen Fragen sind – teilweise durch den Bundestrainer verschuldet, teilweise nicht verschuldet – fast mit jedem Länderspiel mehr geworden.“

„DFB-Kader ist das Beste, was der deutsche Fußball zu bieten hat“

„t-online“: „Die großen Überraschungen im Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann sind ausgeblieben. Und ich sage es als Realist deutlich: Das ist ein Kader, der zwar die Gruppenphase souverän überstehen kann – gerade der Auftaktgegner Curaçao sollte optimal sein, um gut ins Turnier zu starten und weiter Selbstvertrauen zu tanken –, aber: Im Vergleich zur Weltspitze fehlt es uns in der Breite einfach deutlich an Qualität. Die Wahrheit ist auch: Es ist das Beste, das der deutsche Fußball aktuell zu bieten hat. Wenn es in der K.o.-Runde gegen einen Mitfavoriten geht – bereits im Achtelfinale könnte Frankreich warten –, ist das Turnier für Deutschland vorüber.“

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Es gibt nichts dagegen zu sagen, wen Nagelsmann nominiert hat und wen nicht. (...) Am Donnerstag hat Julian Nagelsmann noch einmal gesagt, dass er in diesem Sommer mit seiner Mannschaft Weltmeister werden will. Das soll er sagen, das muss er sagen. Nur hat sich bis heute, bis zu dieser Nominierung kein Bild ergeben, das substantiell zeigt, wie dieses Team und dieser Trainer Weltmeister werden können.“

„Sportschau“: „Gruppentauglichkeit ist Nagelsmann wichtig, für Sané ist das gut. Über seine Nominierung wird trotzdem noch diskutiert werden. Das Leistungsprinzip kann nicht den Ausschlag für ihn gegeben haben. Der Bundestrainer sagte, Sané sei zunächst in der „Herausforderer-Rolle“. (...) Sportlicher Erfolg wäre da sicher hilfreich. Einfach wird das nicht, auch weil dem DFB-Team schon früh im Turnier ein K.o.-Spiel gegen Brasilien, die Niederlande und Frankreich (!) droht. Aktuell drängt sich der Eindruck auf: Schon das Erreichen des Viertelfinales wäre ein Erfolg.“

Experte Lothar Matthäus: „Sané performt nicht so, dass er diese Einladung verdient hat. (...) Aber er hat – da muss ich ehrlich sein – über das ganze Jahr hinweg nicht so performt, wie ich es mir vorgestellt habe. Wenn Julian Nagelsmann sagt, man geht nach Leistung und Einsatzminuten, dann ist das eine Überraschung. (...) Bei Galatasaray ist er nicht mal Stammspieler und das sollte dann nicht reichen für die deutsche Nationalmannschaft. Da hätte ich lieber El Mala gesehen, der eine Riesensaison gespielt hat.“

tis

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