Jetzt also doch? Seit Monaten wird über eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer ins DFB‑Tor spekuliert. Bisher blieben es Gerüchte, die sowohl Bundestrainer Julian Nagelsmann als auch der 40‑jährige Keeper selbst abstritten. Nun aber sind die Anzeichen für ein Neuer‑Comeback nicht mehr wegzureden.
Nach Informationen von Sky Sport steht Neuer auf der 55er‑Kaderliste für die WM. Zuvor hatte der „Kicker“ berichtet, dass Nagelsmann bei ihm noch umdenken könnte. Die Liste ist nicht öffentlich und vorläufig; steht Neuers Name darauf, garantiert das noch keine WM‑Nominierung. Es bedeutet aber, dass sich der DFB auf der Torwartposition ein Hintertürchen offenhalten möchte – ein fatales Zeichen.
Eine Neuer‑Rückkehr widerspräche Nagelsmanns Aussagen der vergangenen Monate. Der Bundestrainer hatte sich klar zu Oliver Baumann als Nummer eins bekannt. Würde er sich doch noch für Neuer entscheiden, würde er damit seine eigene Glaubwürdigkeit zerstören.
Es wäre zudem ein klarer Vertrauensbruch gegenüber Baumann. Der 35-jährige Keeper der TSG Hoffenheim machte zuletzt einen guten Job, gilt als loyal und würde eine Degradierung zur Nummer zwei wohl akzeptieren. Der Elefant stünde bei der WM dann aber im Raum – genauer gesagt in der Kabine.
DFB-Comeback von Manuel Neuer wäre riskant
Neuer ist auch mit 40 Jahren noch ein Weltklasse‑Torhüter, keine Frage. Das hat er in der laufenden Saison beim FC Bayern vor allem in der Champions League bewiesen. Nicht umsonst gab der Verein am Freitag bekannt, noch einmal ein Jahr mit Neuer zu verlängern. Er war bis zu seinem Rücktritt im Sommer 2024 auch in der Nationalmannschaft ein Bollwerk im Tor. Ihn kurzfristig zurückzuholen, wäre für den DFB dennoch ein unnötiges Risiko.
Der Fokus vor der WM läge dann nicht auf der Mannschaft als Einheit, sondern auf der Torwartposition. Nagelsmann müsste sich kritische Fragen zu seiner Entscheidung gefallen lassen. Zu Recht. Wenn der Plan nicht aufginge und Neuer womöglich in wichtigen Spielen patzte, würde über dem Bundestrainer ein mediales Donnerwetter losbrechen. Auf diese Fallhöhe sollte Nagelsmann sich nicht begeben – und Neuer auch nicht.
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