Nach Real Madrids 2:0 gegen Absteiger Real Oviedo hat Kylian Mbappé für neue Unruhe bei den Königlichen gesorgt. Der französische Superstar wurde zunächst von Teilen der eigenen Fans ausgepfiffen – und kritisierte anschließend öffentlich Trainer Álvaro Arbeloa.

Mbappé saß nach wochenlanger Verletzung zunächst nur auf der Bank und wurde erst in der 69. Minute eingewechselt. Nach dem Abpfiff machte er seinem Ärger Luft und ging auf seinen Trainer los. „Ich war bereit, in der Startelf zu stehen“, sagte der 27-Jährige vor Reportern: „Ich habe nicht gespielt, weil der Trainer mir gesagt hat, dass ich für ihn nur der vierte Stürmer bin – hinter Mastantuono, Vinicius und Gonzalo.“

Arbeloa widersprach auf der Pressekonferenz. „Vielleicht hat er mich einfach nicht richtig verstanden. Weder habe ich vier Stürmer, noch habe ich zu ihm diesen Satz gesagt. Für mich ist völlig klar: Ein Spieler, der es vor vier Tagen nicht einmal auf die Ersatzbank geschafft hat, sollte heute nicht in der Startelf stehen“, erklärte der 43-Jährige.

Mbappé hatte sich am 24. April im Ligaspiel gegen Betis Sevilla eine Muskelverletzung zugezogen. Ohne den Franzosen hatte Real zuletzt durch das 0:2 gegen den FC Barcelona die letzte Chance auf die Meisterschaft verspielt.

Kritik an Mbappé wegen eines Sardinien-Trips

Auch bei den Fans ist die Stimmung gegenüber Mbappé angespannt. Bei seiner Einwechslung gegen Oviedo waren Pfiffe aus Teilen des Bernabéu zu hören. Ein Klang, der sich im Spiel bei Ballkontakten wiederholte. Ein Grund für den Unmut: Während seiner Verletzung hatte Mbappé einen Kurzurlaub auf Sardinien verbracht – ein Trip, der bei vielen Anhängern schlecht ankam. Wegen der Reise verteidigte sich der Weltmeister: „Ich hatte die Genehmigung des Vereins. Ich verstehe nicht ganz, was die Leute da reden.“ Und: „Ich war nicht der einzige Spieler, der nicht in Madrid war.“

Generell glauben etliche Fans, dass es ohne den Superstar besser laufen könnte als mit. Als Beispiel dient den Kritikern Paris St. Germain, das direkt nach Mbappés Abgang erstmals die Champions League gewann und nun wieder im Finale steht. Im Internet gibt es sogar eine Petition, die Mbappés Abgang fordert.

Die neue Debatte um Mbappé fügt sich in die angespannte Lage bei Real Madrid. Sportlich verläuft die Saison enttäuschend, intern häufen sich die Konflikte. Zuletzt hatte bereits eine Kabinen-Rangelei zwischen Valverde und Tchouaméni für Schlagzeilen gesorgt. Auch Präsident Florentino Pérez geriet wegen öffentlicher Pöbeleien in die Kritik und setzte überraschend Neuwahlen in der Chefetage an. In einer Pressekonferenz versuchte er zuletzt, die Schuld für die Misere auf die Medien abzuwälzen.

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