Von dieser Etappe dürften die Protagonisten noch lange erzählen. Nach einem skurrilen und spannenden Finale war es schließlich Igor Arrieta, der die fünfte Etappe des Giro d'Italia gewann. Der junge Spanier siegte in Potenza im Sprint gegen seinen Fluchtgefährten Alfonso Eulalio aus Portugal.

Dabei hatte sich Arrieta gut zwei Kilometer vor dem Ziel auf regennasser Straße noch verbremst und dadurch eine falsche Abbiegung genommen. Mit letzter Kraft kämpfte er sich zurück zu Eulalio und überholte seinen Kontrahenten schließlich gut 200 Meter vor dem Ziel. Nach dem ersten ungläubigen Jubel flossen die Tränen.

„Ich war völlig leer auf den letzten Kilometern, aber ich wusste, dass es Eulalio genauso geht. Ich dachte erst, es wäre unmöglich nach dem Missgeschick. Es waren ja nur noch zwei Kilometer“, sagte Arrieta. Sein UAE-Teamkollege Jhonatan Narvaez hatte am Vortag für die gebeutelte Mannschaft gesiegt, die ihre drei wichtigsten Fahrer auf der zweiten Etappe verloren hatte.

Der Siegesschrei: Igor Arrieta

Bereits die vorherigen Kilometer des mit 3800 Höhenmetern harten Teilstücks waren bizarr verlaufen: Arrieta und Eulalio führten das von starken Regenfällen und Hagel geprägte Rennen nach einer Attacke aus einer Fluchtgruppe heraus lange an. 13,5 Kilometer vor dem Ziel stürzte zunächst Arrieta in einer Abfahrt, der Weg zum Sieg für Eulalio schien frei. Doch dann kam Eulalio 6,5 Kilometer vor dem Ziel ebenfalls zu Fall, und Arrieta gelang der Zusammenschluss – ehe er sich verbremste.

Rosa Trikot als Trostpreis für Eulalio

In der Gesamtwertung verlor der Italiener Giulio Ciccone vom deutschen Lidl-Team das Rosa Trikot des Spitzenreiters bereits nach einem Tag wieder. Statt des Bergspezialisten führt nun der 24 Jahre alte Eulalio die Gesamtwertung an. Mit einem Rückstand von 2:51 Minuten ist Arrieta Zweiter.

Bevor am Freitag der erste schwere Bergtest bevorsteht, bekommen die Sprinter noch einmal ihre Chance. Die 141 Kilometer von Paestum nach Neapel weisen kaum Höhenmeter auf. Das Finale in der Stadt am Vesuv ist wie gemacht für Italiens Sprintstar Jonathan Milan, dem bisher noch kein Etappensieg gelang.

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