Selbst gestandene Experten taten sich schwer, das Gesehene einzuordnen. Auch ein Weltmeister rang nach Worten. Mit 4:5 (2:3) verlor der FC Bayern ein monumentales Hinspiel im Champions-League-Halbfinale bei Paris St. Germain. Es war ein atemberaubender Schlagabtausch, in dem beim Stand von 2:5 schon alles verloren schien, ehe der Deutsche Meister zwei weitere Tore schoss und sich fürs Rückspiel alle Möglichkeiten offen hielt.
„So ein Spiel habe ich wirklich noch nie in meinem Leben gesehen“, sagte Ex-Fußballprofi und Weltmeister Christoph Kramer bei Amazon Prime: „Das war ja Wilder Westen, auch bis zum Ende mit so vielen offenen Räumen. Das kann ja wirklich 9:9 ausgehen.“
Tatsächlich spielten beide Teams mit reinem Offensivwillen und Drang zum Tor. „Es gab gefühlt kein Mittelfeld, ich habe sowas noch nie gesehen“, führte der fassungslose Kramer, Weltmeister von 2014, aus: „Beide Mannschaften pressen extrem hoch. Ein wildes Spiel mit viel Platz. Wenn Gladbach und Schalke das so spielen, geht es 2:1 aus. Aber hier gibt es so viele perfekt gespielte Bälle. Heute stand zu Recht eine Milliarde Euro auf dem Platz, es war einfach perfekt.“
„Mit vollem Selbstvertrauen ins Rückspiel“
Das sahen auch andere so. „Das beste Spiel, das ich je als Coach erlebt habe“, sagte etwa PSG-Trainer Luis Enrique. Und auch Kramers früherer Weltmeister-Kollege Mats Hummels meinte: „Es war das beste Spiel, das ich live im Stadion gesehen habe.“
Als Beteiligter konnte sich Joshua Kimmich auf derartige Superlative nicht einlassen. Der Bayernprofi schien eher geplättet und wusste nicht so recht, wie er diese Achterbahnfahrt einordnen sollte.
„Es war zu erwarten, dass es einen Schlagabtausch gibt“, sagte Kimmich: „Dass es aber so offen wird, war nicht zu erwarten. Es fühlt sich komisch an. Wir haben verloren, aber lagen auch schon 2:5 hinten. Und dann können wir eigentlich noch das 5:5 machen.“
Zum Rückspiel am kommenden Mittwoch sagte er: „Wir müssen – in Anführungszeichen – nur gewinnen. Das ist möglich, auf jeden Fall.“
So kündigte es auch Jonathan Tah an: „Man hat gesehen, dass wir viele Tore schießen können. Wir gehen mit vollem Selbstvertrauen in das Rückspiel rein, hauen alles raus. Wir wollen ins Finale.“
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