Nach dem spektakulären 5:4-Sieg von Titelverteidiger Paris Saint-Germain im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Bayern kam es in den Katakomben des Prinzenparks zu einer komischen Szene zwischen den Trainern Luis Enrique und Vincent Kompany. Ein Video zeigt, wie sich beide die Hand reichen und lachend einige Worte wechseln.

Enrique unterbrach sein TV-Interview und sprach den gesperrten Bayern-Coach auf Englisch an. Der Belgier hatte die Partie wegen drei Gelber Karten im laufenden Wettbewerb von der Tribüne aus verfolgen müssen. Enrique sprach ihn direkt an: „Du hast das Spiel von oben gesehen. Und, hat es dir gefallen?“ Kompany konterte trocken mit einem „Nein“ – beide reagierten mit Gelächter, ehe Enrique sein Fernsehinterview fortsetzte. Der Spanier gab an, dass die 90 Minuten das beste Spiel gewesen seien, dass er ja gecoacht habe.

Zwei, die einen trockeneren Scherz zu schätzen wissen

Kompany schilderte dann auf der anschließenden Pressekonferenz seine ungewohnte Perspektive auf das Spiel von den Rängen. „Diese Erfahrung habe ich nicht genossen. Die Emotionen unten am Spielfeldrand sind andere“, sagte Kompany. Besonders während des zwischenzeitlichen 2:5-Rückstands sei es „richtig schwierig“ gewesen: „PSG hat da schon gejubelt. Aber wie meine Mannschaft zurückgekommen ist, das habe ich oben dann doch ein bisschen genossen.“

Kompanys eindringlicher Appell

Bereits im Stadion richtete Kompany den Blick nach vorn und äußerte große Vorfreude auf das Rückspiel. „Ich kann es kaum erwarten. Wir spielen gegen das beste Team Europas, den Titelverteidiger“, sagte er. An seiner offensiven Ausrichtung will der Bayern-Trainer festhalten – allerdings mit einem besseren Ergebnis.

Zugleich wandte sich Kompany mit einem eindringlichen Appell an die Fans in München. Für das Rückspiel brauche es dieselbe Unterstützung und „das gleiche Feuer“ wie beim 4:3 im Viertelfinale gegen Real Madrid. Das Münchner Stadion müsse zu einer uneinnehmbaren Festung werden. „Meine einzige Bitte ist: Wenn jemand eine Karte hat und sich am Spieltag nicht gut fühlt, sollte er zu Hause bleiben – und die Karte an jemanden weitergeben, der die Energie dieses Stadions mit 75.000 Zuschauern voll einbringen kann.“

Am Ende gehe es allein um den Sieg, betonte Kompany: „Es geht nicht um 2:0, 3:0 oder 4:0. Wir müssen das Spiel gewinnen.“ Mit aller Entschlossenheit will er den Einzug ins Endspiel am 30. Mai in Budapest erreichen, wo entweder der FC Arsenal oder Atlético Madrid wartet.

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