Der Termin war für den 12. Mai angesetzt. Für 13 Uhr hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in seinen Medienraum auf dem Campus in Frankfurt/Main geladen. Bundestrainer Julian Nagelsmann, so der Plan, wollte an diesem Tag seinen 26 Spieler umfassenden Kader für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko präsentieren.
Doch Spieler und Fans müssen sich gedulden. Nagelsmann will sich noch etwas Zeit nehmen – und wird den finalen Kader nun erst am 21. Mai benennen, also neun Tage später. Das gab der DFB am frühen Dienstagnachmittag bekannt.
Nagelsmann möchte vor allem die Entwicklung der aktuell verletzten DFB-Stars abwarten und seine endgültige Entscheidung deshalb erst nach dem letzten Bundesliga-Spieltag Zeit treffen. Der steigt am 16. Mai, also fünf Tage vor dem neuen Datum der Kader-Bekanntgabe. Insgesamt darf Nagelsmann 26 Spieler berufen.
Fragezeichen hinter einigen verletzten Spielern
Derzeit plagen sich mit Kai Havertz (Arsenal London/Leistenprobleme), Lennart Karl (FC Bayern/Muskelfaserriss), Felix Nmecha (Borussia Dortmund/Außenbandriss) oder Tom Bischof (FC Bayern/Muskelfaserriss) mehrere WM-Kandidaten mit Verletzungen herum. Serge Gnabry (FC Bayern/Adduktorenverletzung) musste seine WM-Teilnahme jüngst bereits absagen.
Tor für die deutsche Nationalmannschaft: Deniz Undav (2. v. r.) erzielte beim 2:1 gegen Ghana Ende März das SiegtorDer DFB setzte am Dienstag aber nicht nur die Kader-Nominierung neu an. Er gab zudem bekannt, dass sich die deutschen Nationalspieler auch erst am 27. Mai im Trainingslager in Herzogenaurach einfinden müssen. Ursprünglich war der Treffpunkt für den 25. Mai vorgesehen. Hintergrund für diese Veränderung ist das DFB-Pokalfinale am 23. Mai zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart, an dem zahlreiche deutsche Nationalspieler teilnehmen werden. Diese sollen nach dem Endspiel durch den nach hinten verschobenen Treffpunkt etwas mehr Zeit zur Regeneration haben. Würde der FC Bayern das Endspiel in der Champions League (30. Mai) erreichen, kämen die Münchner Spieler noch später zum Nationalteam.
In Herzogenaurach wird der DFB-Tross bis 30. Mai bleiben, ehe er nach Frankfurt weiterreist. Am 31. Mai findet in Mainz das vorletzte WM-Testspiel statt – um 20.45 Uhr gegen Finnland. Am 2. Juni fliegen Spieler, Trainer, Betreuer und Verantwortliche nach Chicago, wo am 6. Juni der letzte WM-Test gegen die USA stattfindet.
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Am 7. Juni bezieht der DFB-Tross das WM-Camp in Winston-Salem. Der WM-Startschuss fällt am 11. Juni, das Eröffnungsspiel bestreiten Mexiko und Südafrika. Deutschland greift ab dem 14. Juni ins Turnier ein. Als erster Gegner wartet auf die Nagelsmann-Elf am 14. Juni in Houston WM-Neuling Curaçao. Außerdem trifft Deutschland in Gruppe E auf die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni).
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