Er führte Deutschlands Basketballer zum größten Triumph der Verbandsgeschichte, nun spricht Gordon Herbert erstmals offen über eine schwere gesundheitliche Krise. Der 67-Jährige hatte die Nationalmannschaft 2023 zum WM-Titel geführt, zuvor EM-Bronze 2022 geholt und sie bei den Olympischen Spielen 2024 auf Rang vier geführt. Unmittelbar nach den Sommerspielen verließ er das Team und übernahm den FC Bayern.
Mit den Münchnern gewann Herbert in der Saison 2024/2025 die deutsche Meisterschaft, ehe er im Dezember 2025 nach acht Euro-League-Niederlagen in Serie freigestellt wurde. Bereits Wochen zuvor hatte sich angedeutet, dass der Trainer nicht nur sportlich unter Druck stand.
Im Oktober 2025 kämpfte Herbert mit erheblichen gesundheitlichen Problemen, stand über Wochen mit Maske an der Seitenlinie. Im November fiel er schließlich für drei Wochen komplett aus. Die Diagnose: eine schwere Corona-Infektion mit erheblichen Nachwirkungen sowie eine Herzerkrankung. Inzwischen hat sich sein Zustand deutlich verbessert, auch wenn er sich zuletzt – unabhängig davon – einer Knieoperation unterziehen musste.
Zwei Herzklappen schlossen nicht mehr
Im Gespräch mit „basketball-world.news“ schildert Herbert nun die dramatischen Umstände: „In meiner Zeit bei den Bayern hatte ich Covid und habe darunter gelitten. Letztlich hatte ich Glück, weil die Ärzte bei mir einen zusätzlichen Herzschlag entdeckt und mich aus dem Verkehr gezogen haben.“ Es sei eine Myokarditis festgestellt worden, zudem hätten zwei Herzklappen nicht mehr richtig geschlossen.
Was ist nur mit dem BBL-Spitzenreiter los? Der FC Bayern München kassiert die dritte Bundesliga-Pleite nacheinander. Die Münchner müssen sich auch beim Syntainics MBC geschlagen geben. Überragender Spieler der Partie ist Weißenfels Charles Callison mit 29 Punkten. Die Highlights im Video.Rückblickend bewertet der Kanadier seine Entscheidung, dennoch an der Seitenlinie zu stehen, kritisch: „Ich empfehle jedem, nicht mit COVID zu coachen. Die Gesundheit sollte oberste Priorität haben.“ Die Situation sei bedrohlich gewesen: „Ich lag mit Myokarditis und einem weiteren Herzschlag im Bett und fragte mich, ob ich das durchstehen könnte. Ich weiß, dass Menschen schon daran gestorben sind.“
Er habe die Arbeit als Trainer über seine eigene Gesundheit gestellt. „Dafür habe ich einen Preis gezahlt. Es wurde wirklich schlimm und ich habe 16-17 Stunden am Tag geschlafen. Ich war fast zweieinhalb Wochen im Bett.“
Herbert wird kanadischer Nationaltrainer
Inzwischen gibt Herbert Entwarnung. „Ich hatte Glück, dass mein Herz in guter Verfassung ist, gleiches gilt für die Herzklappen. Ich habe nun keinen zweiten Herzschlag mehr, mir geht es gut.“ Umfangreiche Untersuchungen hätten ergeben, „dass ich das Herz eines 40-Jährigen habe“.
Sportlich richtet sich sein Blick nach vorn: Im Sommer 2026 wird Herbert die kanadische Nationalmannschaft übernehmen. Ein weiteres Engagement im Vereinsbasketball schließt er nicht aus: „Ich könnte mir durchaus auch ein weiteres Engagement in Europa vorstellen, gerne auch in Deutschland. Vielleicht ergibt sich in den kommenden Monaten etwas.“
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