Nach pikanten Fotos hat Trainer Mike Vrabel von den New England Patriots eine Auszeit aus privaten Gründen angekündigt. Das teilte der 50-Jährige am Rande des Drafts der National Football League (NFL) in Pittsburgh mit. Auf einer siebenminütigen Pressekonferenz ließ Vrabel dabei offen, wann und ob er zum einstigen Meister zurückkehrt.

Der Coach war durch Fotos in Bedrängnis geraten, die ihn mit der ebenfalls verheirateten NFL-Reporterin Dianna Russini zeigen. Auf den Aufnahmen sind die beiden händchenhaltend und bei einer Umarmung sowie entspannt am Pool eines Nobelhotels zu sehen. Die 43-Jährige arbeitet für „The Athletic“, den Sport-Ableger der „New York Times“.

Mike Vrabel während seiner siebenminütigen Pressekonferenz

Vrabel ging weder auf die Fotos noch die Berichte dazu konkret ein und erklärte, seine vorangegangenen Handlungen stünden nicht in Übereinstimmung mit den Standards, die er für sich selbst setze: „Ich verstehe, dass es Fragen gibt. Ich übernehme die Verantwortung für meine Handlungen, und diese Handlungen haben die Menschen verstört, die mir am wichtigsten sind: meine Familie, dieses Football-Team, die Organisation und die Fans.“

Untersuchungen bei der „New York Times“

Schon zuvor hatte Vrabel von schwierigen Gesprächen mit den Menschen berichtet, die ihm am meisten am Herzen lägen. Nun wolle er ihnen die beste Version von sich zeigen und sich darum kümmern, „egal, wie lange es dauert“. Er sei nicht sicher, ob er zum letzten Mal eine Auszeit von den New England Patriots nehme. Der Klub unterstütze den jetzigen Schritt von Vrabel, so die offizielle und damit recht sanfte Sprachregelung.

Der Trainer werde am letzten Tag des Drafts, wo sich die Teams die besten Talente sichern, nicht mehr dabei sein. „Meine Familie braucht mich an diesem Wochenende, und dort werde ich sein“, betonte Vrabel. NFL-Chef Roger Goodell erklärte, die Liga leite keine Schritte in der Angelegenheit ein. „Das ist eine persönliche Sache, und dabei belassen wir es“, sagte Goodell dem Sender ESPN.

Anders sieht es bei Dianna Russini aus. Die Untersuchung ihres Arbeitgebers befasst sich „mit der Art der Beziehung zwischen Frau Russini und Herrn Vrabel sowie ihrer Berichterstattung“. Laut den Richtlinien von „The Athletic“ müssen Reporter jedes Verhalten unterlassen, das einen „Interessenkonflikt oder den Anschein eines solchen darstellen könnte“. Nur so bleibe die Glaubwürdigkeit gewahrt.

Obwohl die Untersuchung andauert, hat Russini mittlerweile gekündigt. Sie bestreitet, sich falsch verhalten zu haben, spricht von einer verzerrter Darstellung. Sie zieht sich aber zurück, um die Debatte nicht weiter anzuheizen.

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