Leicester City wird sich in der nächsten Saison in der League One, der dritten englischen Liga wiederfinden. Ein 2:2 gegen Hull City am Dienstagabend reichte dem Verein nicht, um zwei Spieltage vor Ende der Spielzeit noch eine realistische Chance auf den Klassenverbleib zu haben. Nach sieben Punkten Rückstand auf Blackburn Rovers ist eine Rettung unmöglich.
Die Foxes haben vor der Saison die Rückkehr in die Premier League angepeilt. Mit verdienten Spielern wie Jordan Ayew, Asmir Begovic oder Jannik Vestergaard schien diese Vision erreichbar. Hinzu kommt, dass Leicester City den teuren Kader aus der Premier League vorwiegend in die EFL Championship mitgenommen hatte. Im Team finden sich unter anderem Spieler wie Patson Daka oder Oliver Skipp.
Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Die Foxes mussten die Hoffnung auf einen komfortablen Platz in der oberen Tabellenhälfte schnell aufgeben. Nach sieben Monaten musste dann Trainer Martí Cifuentes gehen. Zu dem Zeitpunkt war Leicester noch auf Platz 14.
Punktabzug stürzt Leicester City in den Tabellenkeller
Auch Nachfolger Andy King und später Gary Rowett konnten den Klub nicht mehr in die richtige Spur lenken. In den zurückliegenden drei Monaten konnte Leicester City nur einen Sieg gegen Bristol City einheimsen. Insgesamt holte der Klub aus den letzten 18 Spielen in der Liga nur einen Sieg. Viel zu wenig, um in der Liga bestehen zu können.
Zu der verkorksten Saison kam Anfang Februar ein Punktabzug von sechs Punkten hinzu. Leicester verstieß gegen die finanziellen Regularien und machte innerhalb von drei Saisons 230 Millionen Euro Schulden. Das bedeutete den Absturz in den Tabellenkeller. Leicester landete auf Platz 21.
Jamie Vardy (r.) feiert mit Riyad Mahrez (l.) nach einem Tor gegen Everton im Mai 2016Von dem Glanz der einstigen Meister-Mannschaft um Jamie Vardy, Kasper Schmeichel, N’Golo Kanté und Tranier Claudio Ranieri blieb also kaum noch was übrig. In der Saison 2015/16 konnte Leicester City mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:5000 sensationell die englische Meisterschaft feiern. Es ist sogar von zwei Fans die Rede, die auf den Titelgewinn der Foxes wetteten – ein Glücksgriff wie sich herausstellen sollte.
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