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Calli Hauger-Thackery ist schwanger – und lief dennoch beim Boston-Marathon mit. Die britische Leichtathletin schlug sich trotz einiger Schwierigkeiten sehr achtbar.

Beim diesjährigen Marathon in Boston hinkte Calli Hauger-Thackery ihrer Zeit aus dem vergangenen Jahr an gleicher Stelle hinterher. Damals hatte die Britin die Strecke in 2:22:38 Stunden bewältigt und kam als Sechste ins Ziel, diesmal brauchte sie 2:43:58 Stunden. Allerdings waren die Voraussetzungen auch ganz andere: Hauger-Thackery ist in der 22. Woche schwanger.

„Ich bin dankbar, dass ich heute durchgekommen bin“, sagte sie nach dem Marathon der BBC. „42,194 Kilometer sind keine leichte Aufgabe, und sie zu bewältigen, wenn man so weit fortgeschritten ist in der Schwangerschaft, ist eine besondere Leistung.“ Die 33-Jährige kam dennoch auf einen respektablen 65. Platz – auch wenn die Platzierung für sie eher eine untergeordnete Rolle spielte.

Vor allem ging es darum, die Marathondistanz überhaupt zu bewältigen. Schon früh im Rennen hatte sie mit einem eingeklemmten Nerv zu kämpfen, musste medizinisch behandelt werden. „Ich konnte mein rechtes Bein nicht einmal richtig anheben“, berichtete sie der BBC.

Marathon mit typischen Schwangerschaftsproblemen

Hinzu kamen Probleme, die Schwangeren bekannt vorkommen dürften: Hauger-Thackery musste unterwegs zwei Toilettenpausen einlegen – „wie man das eben macht, wenn man schwanger ist“. In der ersten Hälfte des Rennens habe sie oft gedacht, sie würde es nicht ins Ziel schaffen, erzählte die Olympia-Starterin. Glücklicherweise lief es in der zweiten Hälfte besser.

Es ist nicht der erste Marathon, den Hauger-Thackery schwanger läuft. Beim Honolulu-Marathon auf Hawaii im Dezember wusste sie allerdings noch nichts davon – und gewann das Rennen. Dass sie sich mehrmals übergeben musste, schob sie auf die Hitze.

„Ich kenne meinen Körper und weiß, was gut für mich ist. Ich habe mit meinen Ärzten gesprochen, sie kennen meine Geschichte und unterstützen mich sehr“, kontert die Britin kritische Kommentare. Weitere Rennen sind bis zur Geburt allerdings nicht geplant.

Ihr Baby wird übrigens ein Junge. „Ich habe bei jedem Schritt an ihn gedacht“, sagte Hauger-Thackery nach dem Boston-Marathon. „Schon eine echte Legende, bevor er überhaupt geboren ist.“

Quellen: BBC, Calli Hauger-Thackery auf Instagram, Boston-Marathon

epp

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