Topfavorit SC Magdeburg ist im Halbfinale des DHB-Pokals sensationell ausgeschieden und hat das Traumfinale gegen die Füchse Berlin verpasst. Im Handball-Kessel von Köln verlor der Tabellenführer der Bundesliga und Champions-League-Sieger gegen den Bergischen HC im Siebenmeterwerfen und hat damit keine Chance mehr auf das Triple aus Pokalsieg, deutscher Meisterschaft und Königsklasse.
Der SCM schwächelte nicht nur in der Crunchtime vom Punkt. Schon in der regulären Spielzeit hatten die Elbestädter einige Siebenmeter vergeben.
Die Fans des BHC träumen nun vom ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Im Finale am Sonntag (15.45 Uhr/ARD und Dyn) trifft die Mannschaft aus Wuppertal/Solingen dann auf den deutschen Meister Berlin. Der Sieg gegen Magdeburg ist eine der größten Sensationen im Handball in den letzten Jahren und schon jetzt der größte Erfolg in der BHC-Historie.
Der WELTMeister-Podcast
Immer montags bitten die WELT-Reporter Lutz Wöckener und Lars Gartenschläger zum Blind Date mit einem Champion. Einer lädt den Gast ein, der andere führt das Gespräch, muss aber zunächst herausfinden, um wen es sich dabei überhaupt handelt. Die Zuhörer können mitraten.
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Vor rund 20.000 Zuschauern hatte es nach der regulären Spielzeit 22:22 (11:11) gestanden, am Ende der Verlängerung 27:27. Auch wenn sich der SCM schon in der HBL gegen den Aufsteiger schwergetan hatte, rechnete so gut wie niemand mit diesem Coup. „Absolut verdient“, bilanzierte Ikone Stefan Kretzschmar bei Dyn.
Keeper Christopher Rudeck sprach von einem „wahnsinnigen, unbeschreiblichen“ Gefühl. „Es ist unfassbar. Viele Jungs waren klinisch tot. Das ist an so einem Tag scheißegal. Keine Ahnung, wie wir schlafen sollen. Wir haben die Chance, mit dem BHC einen Titel zu holen und das ist unfassbar“, schwärmte Rudeck, der mit Noah Beyer zu den besten BHC-Akteuren gehörte.
Füchse Berlin setzen sich gegen Lemgo durch
Die Berliner um Welthandballer Mathias Gidsel hatten sich zuvor mit 39:36 (20:16) gegen den TBV Lemgo Lippe durchgesetzt. Lasse Andersson war mit elf Toren bester Werfer der Füchse. Bei Lemgo traf Tim Suton achtmal.
Welthandballer Mathias Gidsel (rechts) und die Füchse Berlin setzten sich gegen Joel Willeckes TBV Lemgo durchDie Füchse hatten zunächst Schwierigkeiten ins Spiel zu finden und lagen früh zurück, Torwart Dejan Milosavljev überzeugte jedoch mit starken Paraden und half dabei, eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung aufzubauen. Nach der Halbzeit wuchs der Vorsprung sogar auf fünf Tore an, doch durch viele Fehler ließen die Füchse Lemgo wieder herankommen. Am Ende schafften es die Berliner dennoch, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.
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