Lennart Karl konnte beim Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid 4:3 nicht spielen. Der 18-jährige Jungstar des FC Bayern fällt seit einer Woche mit einem Muskelfaserriss im rechten, hinteren Oberschenkel aus. Auch ohne Einsatz sorgte Karl für Aufsehen.
Karl nahm in einem pinken Trainingsanzug, mit pinkfarbener Mütze von Nike (Ausrüster des FC Bayern ist Adidas, Nike ist persönlicher Sponsor von Karl) und in farblich passenden Sneakern auf der Tribüne neben seiner Freundin Zoe Käppele (511.500 Follower bei TikTok) und seinem Teamkollegen Tom Bischof sowie dessen Freundin Josefine Scholl Platz. Auch sein Vater Steffen Aloe war im Stadion. Lennart Karls grelles Outfit war schnell Thema auf der Tribüne und in sozialen Medien, Reporter und Fans fotografierten den Nationalspieler.
Lennart Karl (nicht zu übersehen) jubelt mit seiner Mannschaft vor der FankurveNach dem Schlusspfiff wurde Karl in den Innenraum gelassen und hüpfte mit den anderen Spielern ausgelassen vor der Fankurve.
Seinem Berater Michael Ballack gefiel dieser Auftritt wegen der Verletzung Karls überhaupt nicht. Der ehemalige Nationalspieler, der als Experte bei DAZN im Einsatz war, sagte deutlich: „Dass er überhaupt hüpft, ist schon zu viel. Aber der Euphorie und der Jugendlichkeit sei es geschuldet.“
„Den Beef wird er sich in der Kabine abholen“
Einen Tag vor dem Rückspiel gegen Real hatte Bayerns Vize-Kapitän Joshua Kimmich alle Fans in einem Video auf Social Media aufgerufen, in roter Fankleidung in die Arena zu kommen. Viele Anhänger hielten sich daran – Karl erschien ganz in Pink. Ballack sagte: „Den Beef wird er sich in der Kabine abholen, da bin ich mir sicher.“
Kumpel Aleksandar Pavlović sagte nach Abpfiff in den Katakomben lachend zum Karl-Auftritt: „Man kennt den Jungen. Der will auffallen. Hat man heute wieder gesehen. Soll er machen.“
Auf Nachfrage von DAZN-Moderatorin Laura Wontorra, ob Karl noch eine persönliche Nachricht von Berater Ballack bekomme, antwortete dieser kurz und knapp: „Mit Sicherheit!“
Experte Sami Khedira (spielte als Profi unter anderem beim VfB Stuttgart, Juventus Turin und Real Madrid) fasste die Situation zum Schluss zusammen: „Da gibt es Gesprächsbedarf zwischen euch beiden — nicht nur outfitmäßig.“
Der Artikel wurde für das Sportkompetenzcenter (WELT/BILD/SPORTBILD) verfasst und erschien zuerst in BILD.
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