Das Zweitliga-Topspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC ist von Pyrotechnik, einem Platzsturm und zweimaliger Unterbrechung überschattet worden. Der 1:0 (0:0)-Sieg des Hauptstadtclubs bei den Sachsen war nur eine Randnotiz.
Auf den Platz stürmende Fans sorgten für einen Eklat bei der Partie. Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Zweitliga-Begegnung zweinal unterbrechen und schickte die Teams nach den Krawallen in die Kabine. Eine halbe Stunde nach Anpfiff pfiff er wieder an. „Wichtig, dass wir das Spiel zu Ende gespielt haben. Das war wichtig“, sagte Dynamos Geschäftsführer Sport, Sören Gonther.
Hertha schockt Dynamo in Unterzahl
Sportlich egalisierten sich beide Teams im Mittelfeld. Großchancen waren Mangelware in Hälfte eins, die mit den Unterbrechungen insgesamt 71 Minuten andauerte. Nach dem Wechsel war mehr Tempo drin.
Ab der 66. Minute musste Hertha in Unterzahl agieren. Josip Brekalo traf den Ball nicht, dafür aber mit der offenen Sohle den Dresdner Robert Wagner. Jablonski zeigte dafür die Rote Karte.
Dynamo erhöhte anschließend den Druck. Nach einem Handspiel von Paul Seguin gab es nach Videoüberprüfung von Jablonski Elfmeter für Dresden. Doch Herthas Tjark Ernst (77. Minute) hielt den Strafstoß gegen Vincent Vermeij.
Enttäuschung: Dynamos Vincent Vermeij (rechts) vergab die Chance vom Punkt gegen Torwart Tjark Ernst„Mit dem Elfmeter hast du ein bisschen Oberwasser. Und nur weil er den Elfmeter hält, musst du dann nicht direkt ein Tor kriegen“, sagte Gonther, denn quasi im Gegenzug köpfte Marten Winkler (80.) zur Gästeführung. Plötzlich sangen die Hertha-Fans wieder, die nach den Vorkommnissen den Support vorübergehend eingestellt hatten.
„Wir haben Hertha eigentlich keine Umschalter gegeben. Den einen geben wir ihnen dann, und den machen sie dann auch. Aber über was für eine Qualität reden wir hier? Ich glaube, das 0:0 wäre okay gewesen, weil es ein insgesamt zerfahrenes Spiel war“, so Gonther, der fest an den Klassenerhalt glaubt: „Wir haben gegen Hertha BSC verloren, also ist nichts passiert. Ich bin mehr denn je überzeugt, dass wir das schaffen.“
Die Berliner rückten durch den Erfolg wieder etwas dichter an die Aufstiegszone heran. Dresden bleibt mitten im Abstiegskampf.
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