Unruhe herrscht bei Werder Bremen eigentlich genug. Die sportliche Situation der Norddeutschen ist nach dem 1:2 (0:1) gegen RB Leipzig weiter bedrohlich. Gewinnt der FC St. Pauli am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN und im WELT-Liveticker) bei Union Berlin, schmilzt der Vorsprung auf den Relegationsrang auf einen Punkt.

Für einen zusätzlichen Nebenschauplatz sorgt nun Mitchell Weiser. Der verletzte Außenverteidiger nutzte das Halbzeit-Interview während der Partie gegen Leipzig beim TV-Sender Sky für deutliche Kritik an der Vereinsführung. „Es ist so, dass im letzten Sommer viele Dinge passiert sind, die für mich fragwürdig waren. Ich warte daher auf Signale, dass wir wieder in die Richtung gehen, in der wir mit Ole Werner waren“, sagte Weiser, als er über seinen im Sommer auslaufenden Vertrag sprach.

Ex-Trainer Ole Werner war im vergangenen Sommer von der Weser nach Leipzig gewechselt. Sein Nachfolger Horst Steffen scheiterte nach nur sieben Monaten im Amt. Mittlerweile sitzt Daniel Thioune an der Seitenlinie. „Neben der Entlassung von Ole sind auch wichtige Entscheidungen im Kader getroffen worden. Es sind Spieler gegangen, denen wir jetzt nachtrauern.“

Es ist eine klare Kritik an der sportlichen Führung rund um Geschäftsführer Clemens Fritz und Peter Niemeyer, Leiter Profifußball, die in der Hauptverantwortung für die Kaderzusammenstellung stehen. „Diese Entscheidungen waren für mich etwas fahrlässig“, sagte Weiser weiter.

Laut Weiser gehört Werder ins internationale Geschäft

Im Sommer hatten unter anderem die Leistungsträger Marvin Zetterer und Marvin Ducksch den Verein verlassen, der Zehn-Millionen-Neuzugang Samuel Mbangula schlägt bisher nicht ein. Vor allem Fritz steht bei den Werder-Fans in der Kritik.

„Der ganze Verein hat eigentlich nach etwas anderem gestrebt als dem, wo wir jetzt stehen. Ich will dort auch hin, deshalb hoffe ich, dass wir das gemeinsam gestalten können“, sagte Weiser. Laut ihm gehöre Werder ins internationale Geschäft. „Da würde ich gerne dabei sein, aber der Verein muss entscheiden, wohin er will“, so Weiser, der nach einem Kreuzbandriss in dieser Saison bislang nicht zum Einsatz kam.

Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.

Seine Worte kamen bei der Klubführung logischerweise nicht gut an. „Ich habe vor ein paar Wochen mit ihm zusammengesessen. Wir hatten ein gutes, sehr offenes, ehrliches Gespräch mit ihm. Für mich ist das ein bisschen unverständlich, diese Aussagen, die er jetzt getroffen hat. Alles Weitere werden wir jetzt intern aufarbeiten“, sagte Geschäftsführer Fritz.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke