Hunderttausende Schaulustige pilgerten am Samstag zur Londoner Themse, um die berühmteste Regatta im Rudersport zu verfolgen. Am Ende des Prestige-Duells Oxford gegen Cambridge jubelten auch zwei deutsche Athleten: Lilli Freischem und Frederik Breuer.

Bei dem legendären „Boat Race“ siegten bei den Männern die Ruderer der Universität Cambridge um Breuer, Schlagmann der Crew, gegen ihre Rivalen aus Oxford. Mit dem vierten Erfolg in Serie gelang Cambridge damit der insgesamt 89. Triumph im 171. Männerduell der beiden englischen Elite-Universitäten. 81 Mal war Oxford schneller, im Jahr 1877 gab es ein Unentschieden.

Auf den kurvigen rund 6,8 Kilometern zwischen Putney und Mortlake dominierte der Cambridge-Achter mit dem gebürtigen Bonner Breuer von Beginn an. Oxford hatte nicht den Hauch einer Chance und lag im Ziel rund dreieinhalb Längen zurück.

Das Traditionsduell zu Wasser

Für den 24-jährigen deutschen Master-Studenten in Energy Technologies, der mit dem Deutschland-Achter bei den Olympischen Spielen in Paris den vierten Platz belegt hatte, war es die Premiere bei dem traditionsreichen Rennen. Oxford gegen Cambridge, das Duell der Achterboote der beiden Elite-Universitäten, fasziniert und elektrisiert seit jeher die Massen und ist enorm prestigeträchtig.

Zweikampf der deutschen Schwestern

Im 80. Frauen-Rennen gelang Oxford um die deutsche Ruderin Lilli Freischem nach zuvor acht Niederlagen in Serie der 31. Erfolg. Der Oxford-Achter gewann damit bei den Frauen erstmals seit 2016 die Regatta. Cambridge mit den beiden deutschen Ruderinnen Antonia Galland und Mia Freischem war von Beginn an ohne Chance und hatte im Ziel etwa drei Längen Rückstand. Im Geschwister-Duell unterlag Mia damit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Lilli.

Während die 26-jährige Doktorandin in atmosphärischer Physik bereits zum zweiten Mal beim traditionsreichen Rennen antrat, feierte die 24-Jahre alte Mia Freischem, die in Cambridge in Grundlagenforschung für Nierentransplantationen promoviert, nach einem Einsatz im Reserveboot im Vorjahr ihre Premiere. Die beiden Schwestern aus Köln waren erst während ihres Studiums im schottischen Edinburgh zum Rudern gekommen.

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