Die Basketball-Liga NBA hat für das Startrecht in ihrem geplanten Europa-Ableger Angebote in Milliardenhöhe erhalten. Für das Recht, eines der fest eingeplanten Teams zu stellen, habe es mehrere Angebote im Bereich von 500 Millionen bis eine Milliarde Dollar (rund 860 Millionen Euro) gegeben, darunter auch einige Angebote, die über der Milliarden-Dollar-Marke liegen, hieß es aus Kreisen, die mit dem Vorgang vertraut sind.
Um welche Standorte es dabei geht, wurde zunächst nicht bekannt. Aus Deutschland gelten Alba Berlin und Bayern München als aussichtsreiche Kandidaten.
Mark Tatum, stellvertretender Commissioner der NBA, sagte: „Das Ausmaß des Engagements und die Höhe der Gebote spiegeln das Vertrauen des Marktes in unser vorgeschlagenes Modell sowie das enorme, noch unerschlossene Potenzial des europäischen Basketballs wider.“
Im Januar spielte Franz Wagner (l.) mit Orlando gegen Memphis in Berlin. Bald könnte in der Hauptstadt ein Team der NBA Europa aufdribbelnMan werde die Gebote nun eingehender prüfen und die Partner in die engere Wahl nehmen, „die unsere Vision und unser Engagement für die Beschleunigung des Wachstums dieses Sports auf dem gesamten Kontinent teilen.“ Details kommentierte Tatum nicht.
NBA Europe will in die großen Städte
Die NBA will den Europa-Ableger gemeinsam mit dem Weltverband Fiba 2027 an den Start bringen. Bis zu zwölf feste Startplätze soll es geben. Dazu kommen vier Teams, die sich sportlich für die Teilnahme qualifizieren. Die Liga drängt in europäische Metropolen wie London, Paris oder Rom. Nicht überall gibt es Profiklubs, die für einen solchen Startplatz infrage kommen.
Es gibt wohl mehr als 120 interessierte Investoren, darunter existierende Teams. Auch Klubs, die aktuell noch in der privatwirtschaftlich organisierten Euroleague spielen, gehören dazu. Nachdem die Fronten zwischen der Euroleague und den Organisatoren des neuen Projekts lange verhärtet waren, soll es nun wieder Gespräche über eine mögliche Kooperation geben.
Die Teilnehmer und den genauen Starttermin will die NBA nach und nach verkünden. Das Portal „The Athletic“ zitierte eine weitere Quelle, die noch „wochenlange zähe Verhandlungen“ erwartet.
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