Nach seinen Toren gab es diese eine Bewegung. Luca Toni drehte strahlend ab und schraubte mit seiner rechten Hand an seinem rechten Ohr. Dieser Jubel machte den Italiener in der Bundesliga berühmt. Toni schraubte zwischen 2007 und 2010 für den FC Bayern und erzielte in 91 Spielen 58 Tore für die Münchner.

In seiner letzten Saison bei den Bayern wurde Toni nur noch sporadisch eingesetzt. Er wechselte zurück in seine Heimat zur AS Rom. Der Grund hierfür war vor allem Bayerns damaliger Trainer Louis van Gaal. Toni und der strenge Niederländer kamen nicht miteinander aus, wie der 48-Jährige jetzt im DAZN-Format „you‘ll never talk alone“ erzählte.

„Es war bekannt, dass Louis van Gaal Spanier wie Italiener nicht leiden konnte. Ich glaube, er ist ein guter Trainer, aber bei den menschlichen Beziehungen war er wirklich immer eine Null. Es hat viele Probleme mit van Gaal gegeben, aber das ist nur eines davon. Wir könnten fünf Stunden Sendung darüber machen“, sagte Toni.

Van Gaals Spitzname „der Tulpengeneral“ kam nicht von ungefähr

2009 wechselte van Gaal Toni zur Pause beim Spiel gegen Schalke aus, woraufhin der Stürmer das Stadion noch vor dem Abpfiff verließ. Toni gab in seiner Heimat Interviews, in denen er vom zerrütteten Verhältnis mit seinem Trainer berichtete. Van Gaal reagierte mit Härte und suspendierte seinen Stürmer.

„Guardiola hat den Fußball ein Stück weit ruiniert“

Mit einem anderen Trainer kommt Toni sehr viel besser zurecht als mit dem Niederländer – Pep Guardiola. Aber den Star-Coach kritisierte Toni, allerdings nicht auf der menschlichen Ebene.

„Pep Guardiola ist ein Freund von mir, aber er hat den Fußball ein Stück weit ruiniert, weil er damit angefangen hat, umzustellen und kleinere Spieler wie Lionel Messi in den Sturm zu stellen“, sagte Toni. Das Problem sei, dass viele Trainer inzwischen überzeugt sind, man könne auch ohne klassischen Mittelstürmer erfolgreich spielen: „Ich habe Harry Kane gesehen und ihm gesagt: Spiel so lange wie möglich – wir brauchen starke Mittelstürmer wie dich. Vielleicht inspiriert das ja eine neue Generation.“

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