Drin, oder nicht drin? Für Drittligist Erzgebirge Aue scheint die Frage nach dem Klassenverbleib nach dem 1:2 (1:0) bei Waldhof Mannheim beantwortet. Auch, weil dieselbe Frage in anderem Kontext mit der ersten Option beantwortet wurde: drin, oder nicht drin?

Ob der Mannheimer Siegtreffer in der Schlussminute tatsächlich regulär war, konnten am Ende auch die TV-Bilder nicht ganz auflösen. Stürmer Terrence Boyd hatte den Ball aus spitzem Winkel auf das Auer Tor geschossen. Erzgebirge-Keeper Martin Männel lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen an die Latte, von wo der Ball eher auf als hinter die Torlinie prallte. Schiedsrichter Timon Schulz entschied nach kurzem Zögern dennoch auf Tor – den Videoschiedsrichter gibt es in der 3. Liga ja nicht.

„Ich bin maximal frustriert. Wenn ich mir das zweite Gegentor angucke: Das sehe ich von 80 Metern draußen an der Linie, dass der Ball niemals im Tor ist. Da fehlt mir jegliches Verständnis. Ich brauche mir den Scheiß nicht mehr anzuschauen. Der Schiedsrichter soll sich das selber angucken und sich mal bewusst machen, um was es geht“, schimpfte Christoph Dabrowski nach dem „Wembley-Tor“.

Aues Trainer legte auch noch in Richtung des 29 Jahre alten Unparteiischen nach: „Ich habe ihn gefragt, wie alt er ist und ob er berechtigt ist, schon ein Drittligaspiel zu pfeifen.“

Alterskontrolle: Christoph Dabrowski zweifelte Kompetenz und Reife des Unparteiischen an

Seine Mannschaft war durch Marvin Stefaniak (44. Minute) in Führung gegangen, doch Lovis Bierschenk (50.) und Boyd (90.) drehten die Partie zugunsten der Mannheimer und bescherten den Gästen die 16. Saisonniederlage.

Aues Abstieg scheint besiegelt

„Es ist unfassbar, solche Entscheidungen zu treffen. Das geht für mich nullkommanull. Mir könnte der Kragen platzen, ich bin fassungslos. Ich mache das 1:0, es ist ein schönes Tor, davon kann ich mir aber auch nichts kaufen, das ist mir auch scheißegal. Ich will gewinnen. Da musst du in dieser Liga vielleicht irgendwann mal entscheiden, den VAR einzuführen“, klagte Torschütze Stefaniak.

Aue hat seit Dezember nicht mehr gewonnen, und der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt neun Zähler, könnte nach diesem Spieltag sogar auf mehr als zehn Punkte anwachsen. Acht Partien stehen bis zum Saisonende noch aus. Der Gang in die Regionalliga ist kaum noch abzuwenden.

Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.

Das wusste vor Anpfiff auch schon der Vorstand, der seine Angestellten zuletzt angesichts der dramatischen Lage über den künftigen Weg bis Sommer 2027 informiert hatte. „Die aufgebauten Strukturen und die professionelle Infrastruktur sollen trotz notwendiger Einschränkungen und Einsparmaßnahmen weitgehend erhalten bleiben. Ziel sei es, einen Etat nahe an zehn Millionen Euro auf die Beine zu stellen und sofort wieder anzugreifen“, hieß es in einer Vereinsmitteilung.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke