Im Fußball sorgt der Einsatz des Videoschiedsrichters in unschöner Regelmäßigkeit für enervierende Debatten. Wann darf er eingreifen, wann nicht? Ist die Sportart dadurch fairer geworden? Sollte er nicht zwingend wieder abgeschafft werden? So lauten noch immer die ungelösten Fragen rund um den VAR-Einsatz.
Im Mutterland des Fußballs wollen sie sich vom insgesamt schlecht beleumundeten System aber nicht beeinflussen lassen und weiten es nun sogar aus: Wimbledon wird bei seinem diesjährigen Tennisturnier im Sommer erstmals die Video-Schiedsrichterentscheidung einsetzen, wie der All England Club am Samstag mitteilte.
Das älteste Grand-Slam-Turnier im Tennis wird die Technologie demnach auf dem Centre Court, dem Court Nummer eins sowie auf vier weiteren Hauptplätzen anbieten. Spieler sollen dann bestimmte Entscheidungen des Stuhlschiedsrichters –wie beispielsweise den Doppelaufprall – überprüfen lassen können.
Beliebig viele Überprüfungen sollen möglich sein
Der VAR-Einsatz feierte sein Grand-Slam-Debüt bei den US Open 2023. Auch die Australian Open nutzen diese Technologie. Auf den Rasenplätzen in London, wo das Turnier am 29. Juni beginnt, können die Spieler künftig beliebig viele Überprüfungen anfordern. Der VAR agiert unabhängig von der elektronischen Linienüberwachung, die zur Beurteilung von Bällen im Feld oder im Aus verwendet wird.
Im vergangenen Jahr ersetzte Wimbledon erstmals die Linienrichter durch ein elektronisches System – allerdings nicht ohne Schwierigkeiten. Das Rasen-Major-Turnier ergänzt nun auch die Bilder auf den Anzeigetafeln um visuelle Indikatoren für die elektronische Linienführung, die „Aus“ und „Fehler“ künftig anzeigen sollen. „Diese Verbesserung basiert auf dem Feedback nach der Einführung der elektronischen Linienführung im vergangenen Jahr“, teilte der traditionsreiche All England Club am Samstag mit.
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