Der SC Freiburg hat erstmals das Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs erreicht – und ein Spieler prägte diesen historischen Abend besonders: Matthias Ginter. Beim deutlichen 5:1-Erfolg gegen Genk in der Europa League machten die Breisgauer das 0:1 aus dem Hinspiel wett. Im Mittelpunkt stand dabei der Innenverteidiger, der eine herausragenden Leistung bot. Ginter erzielte das 1:0, bereitete den zweiten Treffer vor und zeigte sich in den Zweikämpfen äußerst präsent.
Trotz der überzeugenden Vorstellung war die Partie für den 32-Jährigen auch von Enttäuschung begleitet. Kurz vor dem Spiel hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann auf eine Nominierung des Freiburger für die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) verzichtet. Wieder einmal.
Nach dem Abpfiff äußerte sich Ginter offen zu seiner Situation und berichtete von einem Gespräch mit dem Bundestrainer: „Es war auch nicht so, dass ich vor dem Spiel heute schlecht gespielt habe. Wir haben am Dienstag telefoniert. Es ist natürlich enttäuschend. Es waren jetzt mein achter und neunter Scorer. Soweit ich gehört habe, ist es noch nicht endgültig. Also schauen wir mal.“
Nagelsmann äußert sich zu Ginter
Seine Hoffnung auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft bleibe bestehen. „Das Gespräch war, wie man heute erfahren hat, nicht so toll. Es ist keine unfaire, sondern eine sportliche Entscheidung. Trotzdem ist es enttäuschend. Aber es gibt wieder Chancen und es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“, erklärte Ginter weiter.
Ginter debütierte 2014 in der Nationalmannschaft und wurde 2014 in Rio Weltmeister. Bis heute absolvierte er 51 Länderspiele, letztmals stand er bei der WM 2022 im DFB-Aufgebot. Unter Nagelsmann kam der Routinier also bislang gar nicht zum Einsatz.
Dennoch wirbt Ginter für sich: „Ich habe unter verschiedensten Trainern gearbeitet und bin ja nicht auf den Kopf gefallen, was Struktur und Abwehrverhalten angeht.“ Der Bundestrainer betonte unterdessen: „Matze Ginter spielt eine sehr gute Saison. Wir können nicht alle immer mitnehmen und jedem die Chance geben, aber versuchen schon, dass viele die Chance haben, sich auch zu zeigen. Der Zug ist nicht abgefahren.“
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