Ein Traumtor von Kevin Stöger hat im Abstiegsduell gegen den direkten Konkurrenten FC St. Pauli den dringend benötigen Heimsieg für Borussia Mönchengladbach eingeleitet. Das 2:0 (1:0) am Freitagabend zum Auftakt des 26. Spieltages der Fußball-Bundesliga nahm zunächst auch Druck von Gladbach-Trainer Eugen Polanski vor dem brisanten Rheinderby beim 1. FC Köln. Nach dem wunderschönen Freistoßtor von Stöger (37. Minute) traf Franck Honorat (62.) fünf Minuten nach seiner Einwechslung.
„Es sind zwei Geschnek, die wir geben. Auch wenn der Freistoß wirklich top reingezirkelt war“, sagte St. Paulis Trainer Alexander Blessin: „Mit dem 1:0, ein wunderschönes Tor, ist es dann schwierig, aber wir hatten davor selber noch eine hundertprozentige Torchance.“
Durch den zweiten Heimsieg nacheinander vergrößerten die Borussen den Abstand auf St. Pauli auf dem Relegationsrang 16 wieder auf vier Zähler. Schon in der Hinserie war ein Erfolg am Millerntor extrem wichtig für die Gladbacher. Am 9. Spieltag war beim 4:0 auf St. Pauli der erste Saisonsieg gelungen und Auftakt einer Punkteserie.
Auch diesmal war der Druck groß. Die Borussia war zuletzt vor 15 Jahren in einer ähnlich prekären Situation, als unter dem damaligen Trainer Lucien Favre in der Relegation gegen Bochum den Klassenverbleib gelang.
Schwaches Niveau mit Stögers Traumtor als Highlight
Die Gladbacher schienen mit dem Druck indes weitestgehend gut umgehen zu können und waren das aktivere und zunächst bessere Team. Allerdings zeigte sich schnell das alte Manko des Toreschießens. Die Angriffsbemühungen der Borussia aus dem Spiel heraus waren wie so oft zu eindimensional. Das Füttern von Sturmspitze Haris Tabakovic mit hohen Bällen funktionierte nicht und das Kombinationsspiel in die Spitze war viel zu fehlerbehaftet.
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Von St. Pauli war lange Zeit gar nichts zu sehen - bis zur 27. Minute, als Gladbach-Keeper Moritz Nicolas sein Team gegen Joel Fujita sogar vor dem Rückstand bewahrte, der zu dem Zeitpunkt allerdings auch zu viel des Guten gewesen wäre. Die Angriffsbemühungen der Gäste, die in den drei Spielen zuvor ungeschlagen geblieben waren, waren bis dahin kaum existent.
Die gegentorlose Zeit für die Kiezkicker ging nach 245 Minuten zu Ende – bezeichnenderweise durch einen ruhenden Ball. Der bis dahin schwache Stöger zirkelte einen Freistoß aus rund 25 Metern wunderschön und unhaltbar für St. Paulis Torhüter Nikola Vasilj in den Winkel. Zum ersten Mal seit fünf Jahren war den Borussen wieder ein direktes Freistoßtor gelungen – und was für eins.
Mich freut es, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Den habe ich echt super getroffen“, sagte der Torschütze: „Ich genieße diesen Freistoß heute. Das war auch vor dem Spiel ein großes Thema bei uns, dass die Standards eine große Bedeutung haben. Es freut mich einfach. Nicht nur für mich, sondern alle hier im Stadion. Wir dürfen nicht vergessen, was für ein großer Klub wir sind.“
Drin das Ding: Kevin Stöger (nicht im Bild) zirkelte den Ball zum 1:0 ins TorEs blieb indes der einzige Leckerbissen in einem ansonsten ganz schwachen Bundesligaspiel, in dem beide Mannschaften kaum mehr als drei Pässe hintereinander an den eigenen Mann brachten. Etwas Glück hatten die Gladbacher beim 2:0. Honorats trockener Abschluss wurde von Adam Dzwigala noch leicht abgefälscht, so dass Vasilj erneut nicht parieren konnte. In der 78. Minute vergab Honorat alleine auf den Pauli-Keeper zulaufend noch das 3:0, als er nur der Pfosten traf.
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