Die Formel 1 wird in dieser Saison zwei Rennen weniger als geplant austragen. Das meldete am Freitagnachmittag der übertragende Sender Sky, eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Demnach werden wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten die Rennen in Bahrain am 12. April und eine Woche später in Saudi-Arabien gestrichen.
Zuletzt wurde Bahrain von iranischen Raketen und Drohnen attackiert. Dabei wurden unter anderem ein Wohnhaus sowie das Hotel Crowne Plaza Manama getroffen. Das Hotel dient während der Rennwochenenden unter anderem als Quartier für Mitglieder des Teams Williams Racing. Außerdem kam es zu Einschlägen in einem Wasserentsalzungswerk sowie auf einem Ölfeld.
Im Fahrerlager war man bereits zuvor davon ausgegangen, dass ein Rennen unter diesen Umständen kaum realisierbar ist.
Neben der Sicherheitslage spielte offenbar auch der finanzielle Aspekt eine Rolle. Für Bahrain belaufen sich die Kosten für die Ausrichtung eines Grand Prix auf rund 35 Millionen Euro. Fahrer stand die Frage im Raum, wer das Rennen offiziell absagt. Wenn der lokale Veranstalter selbst zurückzieht, bleibt er auf den Kosten sitzen. Erfolgt die Absage dagegen durch die Formel 1, entfällt die sogenannte Ausrichtergebühr. Laut Insidern wurde über einen finanziellen Kompromiss verhandelt.
Saudi-Arabien wollte das Rennen austragen
Auch der Grand Prix in Jeddah in Saudi-Arabien ist von der Situation betroffen. Hinter den Kulissen sollen die saudischen Verantwortlichen intensiv versucht haben, das Rennen trotz der Umstände stattfinden zu lassen. Berichten zufolge bot man sogar eigene Charterflüge für Teams und Mitarbeiter an. Bereits 2022 hatte es in der Nähe der Strecke Angriffe der jemenitischen Houthi-Miliz auf ein Öllager gegeben, woraufhin die Veranstalter damals die Leistungsfähigkeit ihres Luftabwehrsystems betonten.
Der neu ernannte Iran-Führer Modschtaba Chamenei ist untergetaucht. Die Amerikaner sprechen davon, dass verletzt und sogar entstellt sein soll. Sehen Sie diese und weitere Nachrichten bei WELT TV.Doch ohne den vorherigen Stopp in Bahrain wäre der Transport des Materials nach Saudi-Arabien nur schwer zu organisieren gewesen. Die logistischen Anforderungen gelten als besonders hoch.
Sollten beide Rennen tatsächlich gestrichen bleiben – wovon laut Sky derzeit auszugehen ist – ist kein Ersatztermin vorgesehen. Die TV-Verträge der Formel 1 garantieren eine Mindestzahl von 22 Saisonrennen. Diese Marke würde auch ohne die beiden Veranstaltungen genau erreicht.
Allerdings stehen in diesem Jahr noch zwei weitere Rennen im Nahen Osten an: in Katar am 29. November sowie das Saisonfinale am 6. Dezember in Abu Dhabi.
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