Er hat sein Ziel um 598 Kilometer verfehlt. Ein Barcelona-Fan erlebte am Dienstag eine bittere Fußball-Reise. Der Spanier hatte ein Ticket für die Champions-League-Partie des FC Barcelona bei Newcastle United (1:1). Statt in den St. James’ Park, das Stadion von Newcastle zu fahren, landete der Fan aber im St. James Park von Drittligisten Exeter City FC. Nur ein Apostroph im Namen unterscheidet die beiden Stadien. Die irre Geschichte wurde bereits von Exeter bestätigt.

Demnach fiel dem Spanier die Verwechslung – Exeters Stadion fasst nur 8830 Zuschauer, das in Newcastle fast 52.000 Zuschauer – zunächst nicht auf. „Erst als er dem Personal seine Eintrittskarte zeigte, bemerkte er seinen Fehler“, teilte der Verein in den sozialen Medien mit.

Glück für den Fan: Auch Exeter spielte am Dienstagabend. Allerdings nur in der dritten Liga statt Champions League. So endete der Abend aber immerhin nicht ganz ohne Fußball. Exeter half dem Mann mit einem kostenlosen Ticket aus. Fanbetreuer Adam Spencer sagte über die Stadionverwechslung: „Einer unserer Volunteers kam ins Büro, um uns wissen zu lassen, dass dieser Typ aufgetaucht ist und erwartet hatte, den FC Barcelona zu sehen. Sein Englisch war nicht gut. Ich vermute, dass er ‚St. James Park‘ in sein Handy getippt hat und dann einfach den Anweisungen folgte.“ Der Mann sei aus London gekommen. Exeter liegt im Südosten der Hauptstadt, Newcastle im Norden.

Fan sieht eine 0:1-Niederlage von Exeter City

Spencer sagte weiter: „Er war ziemlich niedergeschlagen, das war ihm peinlich. Also haben wir ihm ein Ticket besorgt und er durfte ein Spiel im echten St. James Park verfolgen.“ Er sah eine 0:1-Niederlage gegen Lincoln.

Positiv aus Sicht des Fans: Der St. James Park in Exeter gehört zu den ikonischsten Spielstätten in England. Das Stadion hat die größte Stehtribüne im englischen Profifußball und ist dementsprechend für seine besondere Atmosphäre bekannt. Ein weiterer Grund, warum Exeter als Besucherparadies gilt: Der Drittligist gehört ganz nach deutschem Vorbild den Mitgliedern, ist damit im vom Geld überfluteten und von Investoren aufgekauften englischen Profifußball die Ausnahme. Aktuell steht der Klub im unteren Mittelfeld der dritten Liga auf Rang 16.

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