Am Ende ertönte die deutsche Hymne für das siegreiche Mercedes-Team. Doch der einzige deutsche Fahrer in der Formel 1 erlebte einen rabenschwarzen Saisonauftakt. Nico Hülkenberg erlebte beim Großen Preis von Australien im Audi ein Drama.
In der Qualifikation schaffte er es im Wagen des debütierenden Teams am Samstag in Melbourne auf einen ordentlichen 11. Platz. Am Sonntag wollte er die ersten Punkte für das neue Ingolstädter Team einfahren. Doch sein Audi schaffte es nicht einmal bis zur Startaufstellung. Während der Einfahr-Runde tauchten technische Probleme auf. 100 Meter vor dem Grid stoppte Hülkenberg, er wurde daraufhin vor den Augen von Konzernchef Gernot Döllner von den Mechanikern in die Box geschoben.
Bange Minuten folgten, das Team versuchte, den Wagen schnell wieder in den Griff zu bekommen. Doch es klappte nicht. Als die Formel 1 um fünf Uhr deutscher Zeit offiziell in die neue Saison startete, konnte Hülkenberg nur zuschauen. Was für eine riesige Enttäuschung.
„Wir haben die Telemetrie-Daten verloren“, berichtet Audis Teamboss
Beim Sender Sky entschuldigte sich Audi-Teamchef Jonathan Wheatley. „Ich möchte allen deutschen Fans und allen Nico-Fans sagen: Es tut mir leid, dass ihr ihn heute nicht sehen konntet. Aber wir werden alles daransetzen, das Auto wieder einsatzbereit zu machen“, sagte der Brite.
Was genau passiert ist, konnte Wheatley jedoch nicht erklären: „Wir haben auf dem Weg in die Startaufstellung die Telemetriedaten verloren – es gab keinerlei Kommunikation mehr mit dem Auto. Wir hatten einen Verdacht und haben versucht, das Problem zu beheben, aber das ist uns nicht gelungen. Irgendwann muss man sich dann auf das Auto konzentrieren, das noch im Rennen ist“, berichtete der 58-jährige Teamboss.
Eine offenbar weise Entscheidung, denn der 21 Jahre alte Brasilianer Gabriel Bortoleto fuhr als Neunter eindrucksvoll und etwas überraschend in die Punkte. Das zeigt, dass das Auto wettbewerbsfähig ist.
Kein Wunder, dass Wheatley trotz des Hülkenberg-Dramas vor Stolz fast platzte: „Ich bin unglaublich stolz. Stolz auf das, was wir erreicht haben. Stolz auf das, was in Hinwil (Fabrik, die Redaktion) und Neuburg (Motoren-Fabrik, die Redaktion) geleistet wurde – all diese talentierten Menschen haben uns hierhergebracht. Wir treten hier als neues Team auf. Alles, was man an der Strecke sieht, ist neu: das Auto, das Getriebe, einfach alles. Wir haben es direkt in Q3 geschafft und sind in unserem ersten Rennen auf Platz neun gelandet. Das ist ein historischer Tag für uns.“
Einen historischen Tag erlebte auch Mercedes, die einen Doppelsieg feierten. George Russell gewann den Saisonauftakt vor seinem Teamkollegen Kimi Antonelli. Auf Platz 3 kam Ferrari-Pilot Charles Leclerc ins Ziel. Weltmeister Lando Norris, kam im McLaren nicht über Platz fünf hinaus. Sechster nach Startplatz 20 wurde noch Max Verstappen im Red Bull.
Unterm Strich aber steht auch: Was für ein Auftakt 2026 der neuen Formel 1, die die größte Regelrevolution ihrer Geschichte mit neuen Motoren und neuen Autos ausgerufen hat. Da fast 50 Prozent der Leistung von einer Batterie kommen, sind die Fahrer zu permanentem Energie-Management gefordert. Sie müssen die richtige Balance zwischen Aufladen und Angreifen finden. So sollen die Rennen unberechenbarer werden.
Das erste Fazit: Das neue Konzept wirkt. An der Spitze lieferten sich Leclerc und Russell einen knallharten Positionskampf.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke