Skibergsteigen feierte bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo seine Olympia-Premiere. Im Fokus stand der deutsche Verband dabei aber nicht wegen gewonnener Medaillen, sondern vielmehr wegen der in einem ARD-Bericht öffentlich gewordenen Vorwürfe. Es geht um mögliche eklatante Missstände bei Leistungstests im Rahmen einer Studie im April 2024. Es sollen Hygienestandards missachtet, Druck zur Teilnahme auf die Athleten ausgeübt worden sein und Einverständniserklärungen minderjähriger Athleten gefehlt haben.

Angestoßen wurde der Fall von drei Athleten, darunter Sophia Weßling. Die 22-Jährige hat mit ihren beiden Kollegen Strafanzeige gegen den mittlerweile freigestellten Sportlichen Leiter Hermann Gruber und den bis Juni 2025 im Amt befindlichen Bundestrainer Maximilian Wittwer erstattet. Die Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung, Nötigung und fahrlässiger Körperverletzung. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Bei einem Gespräch per Videocall schildert Weßling die Geschehnisse der vergangenen beiden Jahre aus ihrer Sicht.

WELT: Frau Weßling, nehmen Sie uns mit zurück zum 26. April 2024. Was ist damals aus Ihrer Sicht passiert?

Sophia Weßling: Ich muss ein bisschen weiter ausholen. Es waren insgesamt vier Studien mit uns Athleten geplant – Ruhpolding 1, 2, 3 und 4. Ruhpolding 1 hatte zu diesem Zeitpunkt schon stattgefunden. Ich war auch vor Ort. Der Studienaufbau war damals sehr an den Athleten orientiert. Es wurden Maximalkraft- und Sprungtests durchgeführt, nach denen uns dann auch Tipps gegeben wurden, was wir noch verbessern können. Darin habe ich Mehrwert gesehen. Es wurde allerdings schon damals von den Athleten bemängelt, dass wir sehr wenig zurückbekommen haben, also anders als erhofft kaum verwertbare Daten oder Analysen. Das war auch der Grund, warum vor Ruhpolding 2 schon viele sehr kritisch gestimmt waren.

WELT: Ruhpolding 2 ist die umstrittene Studie, aus der die heute auf dem Tisch liegenden Vorwürfe hervorgegangen sind. Wie wurde Ihnen die Studie damals verkauft?

Weßling: Es lief unter dem Deckmantel der leistungsdiagnostischen Maßnahmen. Wir wussten aber schon, dass es eine Studie ist. Es wurde uns immer gesagt, dass es in unserer Sportart keine wissenschaftliche Datenlage gibt und wir unseren Beitrag leisten sollen, dass etwas aufgebaut werden kann.

WELT: Wie war der Ablauf vor Ort?

Weßling: Es wurde mit einem unaufgewärmten Sprint begonnen. Ein Aufwärmen war uns ausdrücklich untersagt, um die Studienergebnisse nicht zu verfälschen. Vor jedem Sprint erfolgte eine Ruhelaktatmessung. Anschließend wurden nach dem Sprint zehn weitere Laktatproben entnommen. Daraufhin absolvierten wir sogenannte „Zugseilsprints“. Auch hier wurde zunächst eine Ruhelaktatmessung durchgeführt. Danach wurde in regelmäßigen Abständen Blut abgenommen, bis der Laktatwert wieder sank. Dieses gesamte Prozedere wurde am ersten Studientag dreimal wiederholt. Danach gab es unterschiedliche Teststationen, wie beispielsweise Schwellentestungen, Ausbelastungstestungen, Hügelsprints. Auch bei diesen Testungen, bis auf den Hügelsprint, wurden mehrere Laktatmessungen durchgeführt. Am zweiten Testtag wurde neben den zuvor genannten Teststationen, die je nach Athleten individuell eingeteilt waren, nochmals ein unaufgewärmter Sprint und auch nochmals ein Zugseilsprint jeweils wieder wie am Vortag mit mehreren Laktatmessungen durchgeführt.

WELT: Warum das?

Weßling: Der Grund für eine derartig hohe Anzahl an Laktatmessungen war wohl, dass so wenig Teilnehmer da waren und so die Datenlage erhöht werden sollte. So kam es zustande, dass den Athleten bis zu 60-mal binnen kurzer Zeit Blut abgenommen wurde. Die Blutabnahmen wurden durch diese enorme Anzahl von Mal zu Mal schwieriger, sodass jemand die anderen anleitete: „Wenn die Athleten kein Blut mehr geben, dann müsst ihr sie eben melken.“

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WELT: Dabei sollen Hygienestandards missachtet worden sein, wie im Bericht der ARD öffentlich wurde. Was haben Sie beobachtet?

Weßling: Es ging damit los, dass eine Athletin auf mich zugekommen ist und gesagt hat, dass die Handschuhe zwischen den Blutabnahmen nicht gewechselt werden. Ich bin dann zusammen mit ihr zum damaligen Bundestrainer hingegangen. Er hat mich als hysterisch abgestempelt. Er würde nicht mit dem Blut in Berührung kommen und wenn, dann desinfiziere er die Handschuhe. Er meinte aber auch, es gebe ohnehin zu wenig Handschuhe. Während der Testung habe ich dann sehr eindeutig überall Blutflecken auf den weißen Handschuhen gesehen. Das Bild habe ich noch sehr einprägend im Kopf.

WELT: Es hieß, der damalige Bundestrainer Maximilian Wittwer habe selbst Blut abgenommen. War das bei Ihnen auch der Fall?

Weßling: Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, dass mir der Bundestrainer am zweiten Tag der Studie die Wundkruste vom Ohr gekratzt hat, um wieder ans Blut zu kommen. Durch den ersten Tag der Studie waren bereits beide Ohrläppchen vollständig mit Wundkruste bedeckt. Das kam mir sehr makaber vor.

WELT: Was haben Sie in Ruhpolding noch erlebt?

Weßling: Ich habe mich nach dem ersten Vorfall nicht mehr wirklich getraut, etwas zu sagen. Ich habe dann Felix (Gramelsberger; gehört zu den Athleten, die Anzeige erstattet haben, d. Red.) animiert, dass er noch mal auf die Durchführenden der Studie einwirkt. Das hat er auch gemacht. Und ich kann mich noch genau erinnern, dass eine Studentin die Handschuhe mit Namen beschriftet und dann immer gewechselt hat. Das war nach medizinischen Standards vielleicht nicht richtig, aber immerhin ein Entgegenkommen. Die anderen haben das alle nicht gemacht. Das Testpersonal war teils ungeschult. Das waren Studenten, einem wurde an minderjährigen Athleten beigebracht, wie Blut abgenommen wird. Ein Athlet kam zu mir und hat gesagt, dass der besagte Student das überhaupt nicht könne, es einfach nur tierisch schmerzhaft gewesen sei. Es wurde auch mit jedem Mal schlimmer. Es wurden Wundkrusten abgekratzt, es wurde nicht desinfiziert, es wurden keine Pflaster verwendet. Was in dem ARD-Beitrag nicht drin war: Wir mussten, wie gesagt, auch unaufgewärmte 80-Meter-Sprints durchführen. Ich hatte ziemliche Schmerzen und habe das auch dem Bundestrainer zurückgemeldet. Er meinte, dass er das zur Kenntnis nimmt. Am nächsten Tag musste ich dieselben unaufgewärmten Sprints wieder machen.

WELT: Inwieweit wurde aus Ihrer Sicht Druck ausgeübt, an der Studie teilnehmen zu müssen?

Weßling: Man hat immer gemerkt, dass es dem sportlichen Leiter und damaligen Bundestrainer ein großes Anliegen ist, dass wir da dabei sind und auch viele dabei sind. Dementsprechend hat sich der Druck über sehr lange Zeit hinweg aufgebaut. Nicht nur durch E-Mails, sondern natürlich auch durch mündliche Kommunikation. Das hat sich dann auch während der Studien widergespiegelt. Man hat sich irgendwann nicht mehr getraut, was zu bemängeln.

WELT: Haben sie noch ein Beispiel?

Weßling: Als Testteil der Studie Ruhpolding 2 war ursprünglich ein Zwölf-Kilometer-Lauf geplant. Felix hatte ein vom Arzt attestiertes Knochenmarks-Ödem und hat dem Bundestrainer und dem sportlichen Leiter gesagt, dass er den Test nicht machen möchte. Ich selbst war dabei, habe mitbekommen, wie dann extremer Druck ausgeübt wurde, dass er das jetzt machen und sich nicht so anstellen soll. Er wurde über längere Zeit bearbeitet. Ich wurde im Nachhinein oft gefragt, warum ich nicht aufgestanden und einfach gegangen bin.

WELT: Was hat Sie gehindert?

Weßling: Einfach die Angst vor Konsequenzen. Ich habe nach der Studie schon überlegt, ob ich es dem Gesundheitsamt melde, weil ich mir dachte, dass solche Tests vielleicht auch in Zukunft bei kleinen Kindern durchgeführt werden und, wenn sich nichts ändert, es wieder zu Vorfällen kommen könnte. Ich habe mich aber schlussendlich nicht getraut, weil ich Angst vor Konsequenzen hatte.

WELT: Der Deutsche Alpenverein (DAV) sprach in einer Stellungnahme in Bezug auf die Blutabnahmen am Ohrläppchen von einem „üblichen Verfahren zur Leistungsdiagnostik“. Was entgegnen Sie?

Weßling: 60-mal Blut abnehmen, das kennt, glaube ich, kein Leistungssportler. Normalerweise passiert das in einem Leistungstest so um die zehnmal. Und das ist schon unangenehm. 60-mal ist ein Ausmaß, wo es heftig wird. Ich bin nicht zimperlich. Ich habe eine hohe Schmerztoleranz. Aber wenn zusätzlich zu den Schmerzen dann die Handschuhe nicht gewechselt werden und in Kauf genommen wird, dass man sich mit blutübertragbaren Krankheiten ansteckt, ist das etwas, was ich nicht mehr nachvollziehen kann.

WELT: Sie haben gesagt, dass sie teilweise schon während der Maßnahmen in Ruhpolding ihren Unmut geäußert haben. Wie ging es danach weiter – wann und in welcher Form haben Sie Kritik geübt?

Weßling: Es gab kurze Zeit später ein Kick-Off-Meeting für die neue Saison. Da ist Felix persönlich zum Bundestrainer gegangen und hat die Sache mit den Handschuhen und mit den unaufgewärmten Sprints bemängelt. Zu den Handschuhen wurde meines Wissens gar nichts gesagt. Und zu dem unaufgewärmten Sprint hieß es: „Du bewegst dich eh so unkoordiniert, du kannst dich gar nicht verletzen“. Es wurde den Athleten noch mal nahegelegt, in Zukunft mehr an diesen Studien teilzunehmen. Ich habe da dann auch das Wort ergriffen und gesagt, dass es vielen schwerfällt, das nachzuvollziehen, wenn sie dann keine vernünftigen Studienergebnisse bekommen. Teilweise haben wir durch einen Zwei-Stunden-Leistungstest bessere Ergebnisse bekommen als durch diese Studie. Aber zu diesen konkreten Handschuh-Geschichten und den unaufgewärmten Sprints habe ich nichts vor versammelter Mannschaft gesagt. Felix hatte ja das persönliche Gespräch gesucht. Es gab dann noch eine weitere Studie, die der Auslöser dafür war, dass ich ein Schriftstück an die sportliche Leitung mit allen Vorfällen verfasst und konkret darum gebeten habe, dass die Studien in Zukunft freiwillig sind und derartige Missstände nicht mehr vorkommen dürfen.

WELT: Was ist bei dieser Studie passiert?

Weßling: Das waren Maximalkrafttestungen. Ich habe Schmerzen im Knie geäußert, hatte auch eine Verletzung diagnostiziert. Trotzdem hieß es: „Ja komm, das geht schon noch, das Gewicht machst du jetzt schon noch fertig.“ Und ich habe es wieder über mich ergehen lassen. Felix hat sich einen beidseitigen Muskelfaserriss zugezogen.

WELT: Welche Reaktionen haben Sie auf das Schriftstück bekommen?

Weßling: Vom sportlichen Leiter habe ich nie eine Reaktion bekommen. Mich hat dann der Leistungssportreferent angerufen, der eigentlich gar nicht im Verteiler war. Der wollte so ein bisschen abklopfen, was meine Intention ist, ob ich mit Anwälten kommen will. Ich habe gleich „Nein“ gesagt. Mir ging es wirklich nur darum, dass so was nicht mehr wieder passiert und die Studien in Zukunft freiwillig sind, weil ich keinen Sinn hinter diesen Studien sehe.

WELT: Sie haben nach der Saison 2024/25 Ihren Platz im Perspektivkader verloren – offiziell aus sportlichen Gründen. Wie haben Sie davon erfahren?

Weßling: Es gab ohne irgendeine Vorwarnung ein Teams-Meeting. Da waren der Team-Physiotherapeut drin, der Skitechniker, der Bundestrainer, der sportliche Leiter und der Bundesjugendtrainer. Das ist heftig, wenn fünf Leute dir sagen, dass du zu schlecht bist und nicht mehr in den Kader gehörst. Es war kein Gespräch, was auf einer persönlichen Ebene fair war – allein durch die Konstellation.

WELT: Haben Sie sich rückblickend mal gedacht, dass Sie besser den Mund gehalten hätten?

Weßling: Kurz nach meinem Kaderausschluss führte ich ein persönliches Gespräch mit dem aktuellen Bundestrainer (Andreas Eder, d. Red.). Dabei wurde für mich deutlich, dass mein Kaderausschluss in unmittelbarem Zusammenhang mit meiner Meldung der Missstände bei den Studien steht. Er erklärte, dass nach meiner Beanstandung die zahlreichen Handshakes und Vereinbarungen über einen Neustart während der Wintersaison beim damaligen Bundestrainer keine Wirkung mehr gehabt hätten. Aus seiner Sicht seien diese Schritte seit meiner Meldung im Sommer bereits zu spät erfolgt und daher ohne Einfluss geblieben. Als ich in dem Gespräch äußerte, ich hätte im Nachhinein besser den Mund gehalten und mich besser nicht schützend vor andere Athleten gestellt, reagierte er mit einem zustimmenden Nicken.

WELT: Es blieb bei der Entscheidung. Was geht mit dem Verlust des Kaderplatzes einher?

Weßling: Man hat keine Behörden mehr als Förderung, verliert somit seinen Beruf. Man kriegt keine Trainingslager mehr finanziert. Man kriegt keine Sponsoren mehr. Man steht mit Nichts da. Ich hätte mich eigentlich in dem Jahr gern auf Olympia vorbereitet, weil ich auch immer als Mit-Olympia-Kandidatin kommuniziert wurde. Olympia ist dann plötzlich nebensächlich geworden. Ich wusste, dass es komplett vorbei ist mit dem Sport. Ich war zweitbeste Deutsche im Mixed Relay (eine der beiden olympischen Disziplinen, d. Red.) zu der Zeit. Wenn man trotz so einer Leistung aus dem Kader geschmissen wird, ist einem bewusst, dass man danach machen kann, was man will. Man wird nie wieder einen Fuß reinbekommen. Das war das Schlimmste.

WELT: Sie haben Ihre Karriere also beendet?

Weßling: Ich musste jetzt erst mal aus psychischen Gründen eine Trainingspause machen. Wenn die Psyche nicht passt und man unter Dauermobbing leidet, hinterlässt das auch körperlich irgendwann Spuren. Aber ich habe kürzlich wieder angefangen, muss ich gestehen. Es ist ein Schwebezustand, in dem ich selbst nicht weiß, ob mich das noch glücklich macht. Und ob ich dann noch mal die Kraft sammeln kann, weiterzumachen und das professionell anzugehen. Vielleicht auch in einer anderen Nation.

WELT: Nun ist in Ihrem Fall eine strafrechtliche Komponente hinzugekommen. Sie haben mit zwei weiteren Athleten Strafanzeige gegen Gruber und Wittwer erstattet. Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat Ermittlungen aufgenommen. Warum dieser Schritt?

Weßling: Unser Ziel war eigentlich immer eine interne Klärung. Das haben wir dem Verband auch gesagt. Wir wollten keinen Stress machen, wir wollten Strukturen verbessern. Der Verband konnte aber nie annehmen, dass wir unterstützend wirken wollten. Es gab dann, nachdem wie uns zunächst rechtlichen Beistand genommen hatten, eine DOSB-Aufklärung. Während dieser Aufklärung wurden wir alles andere als gut behandelt, wurden in meinen Augen psychisch maximal fertig gemacht und drangsaliert. Die Aufklärung hat sich ungefähr fünf Monate hingezogen. Und dann wurde uns ziemlich schnell klar, dass meiner Wahrnehmung nach die Aufklärung vom Verband nicht angenommen wird. Das war dann der Knackpunkt.

WELT: Sie wollten das Ergebnis der Aufklärung nicht auf sich sitzen lassen.

Weßling: Wir hatten die Hoffnung, dass sich im Verband etwas ändert, dass diese Missstände angenommen werden. Diese Aufklärung sollte uns diesen Schritt zur Staatsanwaltschaft ersparen. Wenn die aber nicht angenommen wird, ist eine Anzeige leider der letzte Schritt, den man geht.

WELT: Mittlerweile hat Gruber um Freistellung gebeten. Was sagt dieser Schritt Ihrer Meinung nach aus?

Weßling: Ich denke, dass dies auf jeden Fall ein erster richtiger Schritt vom DAV war. Die Freistellung zeigt, dass der öffentliche und interne Druck nicht mehr ignoriert werden konnte. Gleichzeitig ist dieser Schritt allein nicht ausreichend. Strukturell ist damit das grundlegende Problem im Verband keineswegs gelöst. Auffällig ist für mich insbesondere, dass der DAV in seiner Kommunikation nicht auf eigenes Fehlverhalten oder mögliche Versäumnisse eingeht, sondern die Freistellung ausschließlich mit dem Wunsch des sportlichen Leiters begründet. Das wirkt weniger wie eine klare, selbstkritische Entscheidung des Verbands, sondern eher wie eine formale Reaktion auf die Situation. Auch die öffentliche Positionierung des Verbands wirft Fragen auf. Das veröffentlichte Gruppenbild mit Hermann Gruber im Rahmen der Stellungnahme ist in diesem Zusammenhang mehr als symbolträchtig. Es vermittelt den Eindruck, dass man demonstrativ hinter ihm steht. Ein klares Eingeständnis von Fehlern oder eine erkennbare Bereitschaft zur Aufarbeitung ist für mich nicht erkennbar. Gerade mit Blick auf den Umgang mit Hinweisgebern sehe ich deshalb bislang keine Anzeichen für eine echte Veränderung in der Verbandsspitze.

Luca Wiecek ist Sportredakteur für WELT. „Auffellen“, das Aufziehen der Skifelle beim Skibergsteigen vor dem Aufstieg, ist eines seiner Lieblingswörter, die von den Winterspielen hängen geblieben sind.

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