Die Tendenz ist für die selbsternannten Königlichen erschreckend: Real Madrid hat den zweiten Rückschlag innerhalb kurzer Zeit im Kampf um die spanische Fußball-Meisterschaft kassiert. Neun Tage nach dem 1:2 bei CA Osasuna verloren die Königlichen gegen den FC Getafe ebenso überraschend mit 0:1 (0:1).
Den entscheidenden Treffer für die Gäste erzielte in der hektischen Partie Martin Satriano (39.) mit einem Traumschuss von der Strafraumgrenze. Für das Team aus der Madrider Vorstadt war es der erste Sieg nach 18 Jahren bei Real Madrid. Nach der Niederlage liegt der Rekordmeister in der Tabelle zwölf Spieltage vor dem Saisonende vier Punkte hinter Tabellenführer FC Barcelona.
Auch ohne den am Knie verletzten Kylian Mbappé war Real die gesamte Spielzeit haushoch überlegen und hatte einen Ballbesitzanteil von bisweilen 80 Prozent. Dennoch gelang es den Gastgebern nicht, ihre Dominanz für Tore zu nutzen.
Real scheitert an Getafe-Torwart und der eigenen Unzulänglichkeit
Wenn sie in Schusspositionen kamen, stand zumeist Getafes überragender Torwart David Soria im Weg. In der ersten Halbzeit vereitelte er unter anderem die Chance von Vinicius Junior (13.) per Fuß. Nach der Pause setzte der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger (77.) nach einer Ecke den Ball per Kopf knapp neben das Tor.
In der Nachspielzeit sah erst Madrids Franco Mastantuono wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte (90.+5). Kurz darauf musste auch Getafes Adrian Liso mit Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens vorzeitig vom Platz (90.+7).
Wirbel hatte es bereits zuvor um Rüdiger gegeben. Der Abwehrchef war in der in 27. Minute mit dem Knie voran rabiat in Getafes Diego Rico gerauscht. Dabei traf Rüdiger seinen Kontrahenten voll im Gesicht. Rico blieb liegen und hielt sich den Kopf. Doch Schiedsrichter Alejandro Muniz Ruiz ließ weiterspielen und bewertete die Szene nicht als Foul – auch der VAR griff nicht ein.
Zum Leidwesen der Gäste und zum Unverständnis der neutralen Beobachter. Schiedsrichter-Experte Pérez Burrull sagte bei Radio Marca: „Das ist eine Aktion, die vom VAR hätte überprüft werden müssen. Meiner Ansicht nach hätte der Real-Madrid-Verteidiger vom Platz gestellt werden müssen, weil er Ricos Gesicht mit dem Knie getroffen hat.“ Und Dani Garrido, Journalist beim Sender Cadena Ser, erklärte: „Rüdiger hätte ihm an Ort und Stelle den Kiefer brechen können.“
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